Der Schlussstrich unter das Engagement in Griechenland, die Schuldenkrise in Europa und ein schwaches Geschäft haben dem französischen Bankhaus schwere Verluste beigebracht. Unter dem Strich stand bei der drittgrößten französischen Bank ein Minus von 6,5 Milliarden Euro und damit 4,4 mal so viel wie noch 2011. Der Rekordverlust des Spitzeninstituts der französischen Genossenschaftsbanken war erwartet worden, nachdem die Bank Anfang Februar Abschreibungen auf Firmenwerte von rund vier Milliarden Euro im vierten Quartal angekündigt hatte.
Zudem kostete der Verkauf der griechischen Tochter Emporiki und der Abschied aus Griechenland mehrere Milliarden Euro. Neben den Sonderbelastungen kämpfte die Bank mit Problemen im operativen Geschäft. Bei der Crédit Agricole fiel der operative Gewinn um 80 Prozent auf 542 Millionen Euro. Die sinkenden Erträge konnten nur teilweise durch niedrigere Kosten und eine geringere Risikovorsorge kompensiert werden.
PARIS (dpa-AFX)
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