Schuldenkrise drückt DAX unter 6.000 -- Moody’s prüft Portugals Bonität -- Allianz: Milliardengewinn -- Henkel nach Prognoseanhebung unter Druck -- Time Warner, BMW, Daimler, Swisscom im Fokus
- D: Außenhandel mit Griechenland 2009
- EU: Einzelhandel März
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: ADP-Arbeitsmarktbericht April
- USA: ISM Dienstleistungsindex April
- USA: EIA US-Öllagerbestände Woche
- Allianz: Hauptversammlung
- Ameren: Quartalszahlen
- American Financial Group: Quartalszahlen
- Anheuser Busch InBev: Quartalszahlen
- Atmel: Quartalszahlen
- BMW: Quartalszahlen
- CBS: Quartalszahlen
- CENTROSOLAR: Quartalszahlen
- Cooper Tire & Rubber: Quartalszahlen
- Demag Cranes: Quartalszahlen
- Lufthansa: Quartalszahlen
- Drägerwerk: Quartalszahlen
- Dyckerhoff: Quartalszahlen
- Garmin: Quartalszahlen
- Gartner: Quartalszahlen
- Henkel: Quartalszahlen
- Lafarge: Quartalszahlen
- Loewe: Quartalszahlen
- Sandvik: Quartalszahlen
- Swiss Life: Quartalszahlen
- Logwin: Quartalszahlen
- METRO: Hauptversammlung
- Microchip Technology: Quartalszahlen
- Prudential Financial: Quartalszahlen
- Rücker: Quartalszahlen
- Sage Group: Quartalszahlen
- Sauer-Danfoss: Quartalszahlen
- schlott gruppe: Quartalszahlen
- Société Générale: Quartalszahlen
- StatoilHydro: Quartalszahlen
- Swisscom: Quartalszahlen
- Time Warner: Quartalszahlen
- Wynn Resorts: Quartalszahlen
Deutsche Anleger verunsichert - DAX verlustreichNach dem deutlichen Vortageseinbruch zeigten sich am deutschen Aktienmarkt zum Handelsstart am Mittwoch zunächst leichte Erholungstendenzen. Die anhaltende Sorge um eine Ausweitung der Schuldenkrise verunsicherte die Anleger im Verlauf aber deutlich - am Vormittag gaben die Märkte erneut kräftig nach. Zusätzlich belastend wirkten sich auch Nachrichten von Seiten der EU-Kommission aus, die am Vormittag in ihrem Frühjahrskonjunkturgutachten eine Ausweitung der Schuldenkrise in der EU befürchtet. Am Mittag fassten die Anleger zwischenzeitlich wieder etwas Mut, später ging es jedoch wieder deutlich abwärts: Während die Ratingagentur S&P die Griechenland-Hilfen lediglich für eine Verschnaufpause hält, prüft Moody's eine Herabstufung der Bonität von Portugal.
Erneut hatten die Anleger heute eine Reihe von Quartalsbilanzen zu verdauen. Der Autobauer BMW hat im ersten Quartal von der Markterholung profitiert und seine Jahresziele bekräftigt, während der Konsumgüterkonzern Henkel die Messlatte für die Gewinnentwicklung im Gesamtjahr nach einem guten Auftaktquartal höher gelegt hat. Neben Demag Cranes hat auch Drägerwerk seine Bücher geöffnet. Ein Highlight war zudem die Bilanz des Versicherungsriesen Allianz - der Konzern ist mit einem Milliardengewinn ins neue Jahr gestartet.
Der DAX startete nach dem massiven Vortageseinbruch mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 6.021,06 Punkten in den Handel. Die positiven Tendenzen setzten sich im Verlauf aber nicht fort, der Leitindex rutschte deutlich unter 6.000 Punkte. Nach einem kurzen Zwischenhoch wurd der psychologisch wichtige Zählerstand deutlicher unterschritten. Die Verluste wurden letztlich zwar eingedämmt - der viel beachtete ISM-Service-Index zeigte sich im April unerwartet stabil - es blieb jedoch ein Minus von 0,8 Prozent auf 5.958 Punkte.
Der TecDAX fuhr daneben zum Start ein leichtes Minus von 0,3 Prozent ein und startete bei 787 Indexpunkten. Die Verluste wurden im Verlauf deutlich größer, am Schluss stand ein Abschlag von 2,1 Prozent auf 773 Punkte.
17:05 Uhr: Euro setzt Talfahrt fortAnhaltende Zweifel an der Durchsetzbarkeit der Sparmaßnahmen in Griechenland und die Sorge vor einer Ausweitung der Krise haben den Euro am Mittwoch mit 1,2844 Dollar an die Marke von 1,28 Dollar gedrückt. Seit Montagmorgen verlor der Euro damit knapp fünf Cents.
16:40 Uhr: Swisscom verdient wenigerDie schweizerische Telefongesellschaft Swisscom musste im ersten Quartal einen Nettogewinnrückgang auf 377 Millionen CHF hinnehmen. Der Umsatz lag um 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert und wurde damit auf 2,95 Milliarden CHF beziffert.
16:35 Uhr: Höhere US-ÖllagerbeständeDer EIA zufolge haben sich die US-Öllager in der vergangenen Woche gefüllt. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 2,8 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Plus von 0,6 Millionen Barrel verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Plus von 1,2 Millionen Barrel vermeldet.
16:07 Uhr: ISM-Service-Index überraschend stabilDie Geschäftsaktivitäten des US-Dienstleistungssektors haben sich im April unverändert zum Vormonat entwickelt. So lag der ISM-Service-Index mit 55,4 Zählern exakt auf Vormonatsniveau. Volkswirte hatten einen Wert von 56,1 Punkten prognostiziert.
16:03 Uhr: Berlin will Bankenabgabe verschärfenBei der Berechnung der Zwangsgebühr für alle Banken sollen Plänen der Bundesregierung zufolge auch Gewinne sowie Bonuszahlungen berücksichtigt werden. Einen entsprechenden Vorschlag des IWF will Berlin in den anderen Euro-Ländern sowie in der Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsnationen vorantreiben, kündigte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm an.



