09.12.2012 12:42
Bewerten
(0)

Schuldenrückkauf offenbar erfolgreich - Griechische Regierung prüft Angebote

DRUCKEN
    ATHEN (dpa-AFX) - Griechenlands Schuldenrückkauf ist allen Anzeichen nach erfolgreich verlaufen. Es seien wie erhofft Offerten über knapp 30 Milliarden Euro zusammengekommen, berichteten griechische Medien unter Berufung auf Kreise im Finanzministerium. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Ministerium erfuhr, wurden die Angebote am Wochenende noch im Detail geprüft.

 

    Ziel Griechenlands war, mit zehn Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF etwa 30 Milliarden Euro an alten Schulden aufzukaufen und sie damit vom Markt zu nehmen. Das würde den Schuldenberg des Landes auf einen Schlag um rund 20 Milliarden Euro verkleinern. Am Sonntag sollten die Mitglieder der Eurogruppe in einer Videokonferenz über den Verlauf des Rückkaufs informiert werden, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums in der griechischen Hauptstadt.

 

    Nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse am Sonntag haben sich die griechischen Banken bereiterklärt, Papiere im Umfang von zehn Milliarden Euro zum Rückkauf anzubieten. Die Banken hätten zunächst weitere fünf Milliarden Staatsanleihen in ihren Tresoren behalten. Sie wollten abwarten, wie sich die Hedge-Fonds und andere ausländische Privatanleger verhalten. Von diesen sollen sich Halter von Anleihen in Höhe von 15 bis 16 Milliarden Euro gemeldet haben. Demnach erreichte der Gesamtbetrag zunächst 25 bis 26 Milliarden Euro.

 

    Die Lücke von vier bis fünf Milliarden Euro bis zum Zielbetrag von 30 Milliarden Euro wollten nun die Banken in Griechenland füllen, indem sie auch die restlichen Staatsanleihen im Wert von fünf Milliarden Euro anbieten, berichtete das Athener Sonntagsblatt "Kathimerini". Informell bleibe damit das Buch der Willigen zum Rückkauf der Staatsanleihen noch offen, hieß es.

 

    Experten waren zuvor davon ausgegangen, dass die griechischen Geldinstitute notfalls das gesamte Volumen ihrer Papiere zum Rückkauf anbieten werden. Dies hänge vom Gesamtbetrag ab, der sich nach dem Zusammenrechnen aller Angebote aus dem Ausland ergibt. Sollte dieser 15 Milliarden Euro übersteigen, hätte Griechenland den Erfolg des Rückkaufs sicher in der Tasche.

 

    Athen hat nun bis zum 13. Dezember Zeit, um das Verfahren abzuschließen. Dann will die Eurogruppe bei einem Sondertreffen unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels voraussichtlich Hilfen an Athen von insgesamt knapp 44 Milliarden Euro endgültig freigeben. Dabei hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen abgeschlossenen, erfolgreichen Schuldenrückkauf Athens zur Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Kreditraten gemacht.

 

    Athen hatte den Haltern verschiedener Staatspapiere mit langen Laufzeiten Angebote von 30,2 bis 40,1 Prozent des ursprünglichen Werts gemacht. Wegen der dramatischen Schuldenkrise Griechenlands waren die Staatsanleihen rasant im Wert gefallen. Nehmen die Gläubiger das Angebot an, sind sie die problematischen Papiere los. Sie müssen dafür aber - abhängig davon, zu welchen Konditionen sie eingestiegen sind - gegebenenfalls Verluste hinnehmen./tt/DP/zb

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX fester -- Asiens Börsen schließen uneinig -- Apple räumt Probleme mit neuer Watch ein -- Warren Buffett: US-Aktien zu shorten ist ein Spiel in dem man nur verlieren kann -- Air Berlin im Fokus

MorphoSys-Aktie mit Rückenwind. MorphoSys-Aktie mit Rückenwind: Zahlung aus Janssen-Zusammenarbeit erhalten. Berlin favorisiert angeblich Fusion von Commerzbank und BNP Paribas. AMD-Aktien steigen kräftig: Angebliche Kooperation mit Tesla.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Bitcoin Group SEA1TNV9
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
GeelyA0CACX
Deutsche Telekom AG555750
UniperUNSE01
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
thyssenkrupp AG750000
EVOTEC AG566480