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10.07.2009 07:45

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Schwacher Wochenausklang in Frankfurt -- Wall Street schließt uneins -- GM verlässt Insolvenz -- Infineon: Kapitalerhöhung - Einstieg von Finanzinvestor -- Quelle: Massekredit fließt


An den deutschen Börsen waren zum Freitagshandelsschluss Minuszeichen auszumachen. Die New Yorker Börsen schlossen uneinheitlich. General Motors verlässt den Gläubigerschutz. Infineon holt sich einen Finanzinvestor ins Boot. Quelle erhält Notkredit. Katar bietet 7 Mrd. für Porsche-Anteile.


Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Großhandelspreise Juni
- Deutschland: DIW Konjunkturbarometer Juli
- USA: Handelsbilanz Mai
- USA: Einfuhr- & Ausfuhrpreise Juni
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Juli
- HORNBACH: Hauptversammlung
- Infosys Technologies: Quartalszahlen




Deutsche Börsen gehen leichter ins Wochenende
Nach der positiven Vortagesentwicklung nahmen die Anleger an den deutschen Parketts am Freitag zu Beginn Gewinne mit. Der Handel verlief in ruhigen Bahnen, es standen kaum Impulse von Unternehmens- oder Konjunkturseite auf der Agenda. Am Nachmittag sorgte die US-Verbraucherstimmung für eine nicht nachhaltige Bewegung im Leitindex. Auf Unternehmensseite rückte Infineon in den Fokus - der Konzern konnte einen Finanzinvestor für einen Einstieg gewinnen und plant in diesem Zusammenhang eine Kapitalerhöhung. Der Bundesrat hat indes dem Bad-Bank-Gesetz erwartungsgemäß abschließend zugestimmt.

Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,6 Prozent in den Handel ein und notierte im Verlauf nur kurzzeitig im Plus. Letztlich stand ein Minus von 1,2 Prozent auf 4.576 Punkte an der Kurstafel.

Der TecDAX gab zum Start am Freitag ebenfalls leicht nach. Im Verlauf drehte der Technologiewerteindex jedoch ins Plus. Die Zugewinne konnten bis Börsenschluss jedoch nicht verteidigt werden – es ging um 0,2 Prozent auf 612 Punkte abwärts.

22:30 Uhr: Wall Street liefert uneinheitliches Bild
Die New Yorker Börsen waren zunächst mit negativen Vorzeichen in die letzte Sitzung der Woche gestartet. Die trotz hoher Ölpreise schwachen Quartalszahlen des US-Ölkonzerns Chevron rückten Ölwerte in den Vordergrund und drückten die Stimmung an den Parketts. Zudem geht die International Energy Agency für das Jahr 2009 von einem unveränderten Rückgang der Ölnachfrage aus, erwartet jedoch ein höheres Ölangebot. Die „Stunde Null“ des US-Autobauers General Motors stand ebenfalls im Blickpunkt der Anleger. Der einst größte Autobauer der Welt hat nach nur 40 Tagen den gewährten Gläubigerschutz verlassen. Die USA und Kanada halten zusammen vorerst 72,5 Prozent am neuen GM-Konzern. Im Gegenzug fließen weit mehr als 50 Milliarden Dollar in den Autobauer. Auf Konjunkturseite ist das US-Handelsbilanzdefizit im Mai indes überraschend gesunken. Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juli hingegen deutlich verschlechtert. Demnach lag der Index im Berichtszeitraum bei 64,6 Punkten, wogegen Volkswirte einen Stand von 70,0 Punkten erwartet hatten.

Der Dow Jones lag bereits zur Eröffnung mit 0,6 Prozent im Minus und schloss mit einem Kursverlust von 0,45 Prozent bei 8.146,52 Zählern den Handel. Die Nasdaq Composite startete ebenfalls negativ, konnte sich jedoch nach einem volatilen Verlauf mit einem Plus von 0,20 Prozent auf 1.756,03 Punkte retten.

20:36 Uhr: Grünes Licht für Transatlantik-Kooperation
Das US-Verkehrsministerium hat die endgültige Genehmigung für eine Transatlantik-Kooperation der Fluglinie Continental Airlines mit weiteren drei Fluggesellschaften erteilt. Im Rahmen der Kooperation "Atlantic Plus-Plus" können nun Continental Airlines, United Airlines, Air Canada und die Lufthansa ihre Aktivitäten auf Transatlantikstrecken aufeinander abstimmen. Zudem bestätigte das Ministerium, dass Continental Airlines dem Luftfahrtbündnis Star Alliance beitreten darf.

20:33 Uhr: Siemens spürt weiteren Abschwung
Der Industriekonzern Siemens gerät immer stärker in den Sog der Konjunkturkrise. Nach den Industriebereichen erfasst der Abschwung laut Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler jetzt zunehmend den Energiesektor des Unternehmens. "Im Monat Juni ist der Auftragseingang nicht nur in Industriedivisionen wie den Elektroantrieben, sondern auch in der Division Energieübertragung unerwartet schwach ausgefallen", so Adler gegenüber der "Euro am Sonntag". Der Konzern wollte dazu keine Stellung nehmen.

16:09 Uhr: TUI unterstützt Hapag-Lloyd
Der Aufsichtsrat der TUI AG hat grünes Licht für die anteilige finanzielle Unterstützung der Tochter Hapag-Lloyd gegeben. Konkrete Vorschläge hierzu würden zeitnah mit den Gesellschaftern des Hamburger Konsortiums Hamburgische Seefahrtsbeteiligungs "Albert Ballin" GmbH & Co. KG abgestimmt und während der nächsten TUI-Aufsichtsratssitzung Anfang August verabschiedet.

16:03 Uhr: US-Verbrauchervertrauen trübt ein
Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juli deutlich verschlechtert. Demnach lag der Index im Berichtszeitraum bei 64,6 Punkten, wogegen Volkswirte einen Stand von 70,0 Punkten erwartet hatten.

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