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08.11.2012 09:30

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SCHWACHES BRIEFGESCHÄFT

Deutsche Post zeigt sich kämpferisch - Ziele stehen

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Die Deutsche Post will sich von einem überraschend schwachen Briefgeschäft im Sommer ihre gute Stimmung nicht verderben lassen. Die Aktie gibt dennoch nach der Bilanzvorlage deutlich nach.

"Wir werden unser Jahresziel erreichen", beteuerte Vorstandschef Frank Appel am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen in Frankfurt. Der Manager setzt auf die DHL-Sparten und das Weihnachtsgeschäft zum Jahresende: Dann soll der Paketversand zum Höhenflug ansetzen. Dennoch will Appel die Zügel anziehen: Um die geplante Gewinnsteigerung 2012 und in den kommenden Jahren zu erreichen, seien zusätzliche Anstrengungen in allen Bereichen nötig.

    Die Deutsche Post -Aktie reagierte mit einem Kursrutsch auf die Nachrichten. Ein Börsianer monierte vor allem den gesunkenen Gewinn der Briefsparte, zu der auch das deutsche Paketgeschäft zählt.

NECKERMANN-PLEITE BELASTET

   Zwischen Juli und September zehrten gestiegene Löhne auf dem Heimatmarkt und die Pleite des Versandhändlers Neckermann am Post-Gewinn. Der Paketversand legte schwächer zu als in den Monaten zuvor. Bestens lief das Geschäft der DHL-Sparten in Asien und den USA. Obwohl die unter der Marke DHL gebündelten Bereiche Express, Fracht und Lieferkettenlogistik damit das beste dritte Quartal aller Zeiten ablieferten, konnten sie die Rückgänge nicht auffangen.

   Insgesamt kletterte der Umsatz um knapp sechs Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank um rund sieben Prozent auf 604 Millionen Euro und verfehlte damit klar die Erwartungen der Analysten. Der Überschuss, der ein Jahr zuvor von einem Bewertungseffekt im Zuge des Postbank (Deutsche Postbank)-Verkaufs profitiert hatte, ging dank einer gesunkenen Steuerquote nur um knapp ein Prozent auf 382 Millionen zurück.

 ASIEN-GESCHÄFT SOLL STÜTZEN

    Die schwächelnde Weltwirtschaft trifft die Post bisher weniger stark als ihre globalen Wettbewerber United Parcel Service und FedEx. Während die US-Konzerne ihre Ziele für 2012 zuletzt zusammengestrichen hatten, schraubte die Post ihre Erwartungen im Sommer noch herauf. "Natürlich lässt auch uns die allgemeine konjunkturelle Erholung nicht unberührt", sagte Appel. Allerdings profitiere die Post von ihrer starken Stellung auf den Wachstumsmärkten in Asien. Davon erhofft sich Appel auch im vierten Quartal zusätzlichen Schwung.

     Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn (EBIT) weiterhin auf 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro klettern. Auch der Überschuss soll zulegen, wenn man die Effekte aus dem Postbank-Verkauf, die Umsatzsteuer-Nachzahlung im laufenden Jahr und eine Rückstellungsauflösung bei DHL herausrechnet. Für die kommenden Jahre hat Appel weitere Gewinnsteigerungen im Auge. Schon 2013 soll der Gewinn weiter nach oben gehen. Bis 2015 soll das EBIT auf 3,35 bis 3,55 Milliarden Euro klettern.

    FRANKFURT (dpa-AFX) -

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