27.03.2014 21:14
Bewerten
 (0)

Schwäbische Zeitung: Leitartikel: Es braucht mehr Steuerfahnder

Ravensburg (ots) - Wahrscheinlich macht es Sinn, was die Länderfinanzminister planen. Der Staat muss klar signalisieren, dass Steuerhinterziehung eben eine Straftat ist und kein Kavaliersdelikt. Die Regeln für die sogenannte strafbefreiende Selbstanzeige sollen verschärft werden. Dem Wähler gleich welcher politischer Farbe wird das gefallen. Ist doch in den vergangenen Jahren der Eindruck entstanden, dass reiche und vermögende Menschen es bei der persönlichen Buchführung nicht so genau nehmen, aber gleichzeitig vom Heimatland alles Mögliche wie gute Straßen, Schulen und Krankenhäuser verlangen. Doch die Finanzminister, die nun in Zeiten der Großen Koalition den Schutz des kleinen Mannes auf ihre Fahnen geschrieben haben, könnten deutlich mehr tun. Sie könnten darüber nachdenken, ob die steuerliche Belastung insgesamt vielleicht nicht doch zu hoch ist. Denn viele der geheimen Konten werden von Menschen unterhalten, die der bundesdeutschen Mittelschicht zugerechnet werden können und denen nicht per se kriminelle Energie unterstellt werden sollte. Zugegeben: Das ist ein kühner Gedanke in Zeiten, in denen der Ruf nach wirtschaftlicher Vernunft außer Mode geraten ist. Wären die Finanzminister wirklich konsequent und nähmen sie ihre Analysen über Steuerhöhe wie über Steuerbetrug tatsächlich ernst, müssten sie ganz andere Entscheidungen treffen. Dann würden sie die Finanzverwaltungen schleunigst besser mit Geld und mit Fachleuten ausstatten. Land auf Land ab beklagen Steuerfahnder als allererstes eine personell unterbesetzte Finanzverwaltung. Sie bedauern, dass sie bei brisanten Fällen häufig keine politische Rückendeckung erfahren und sie vermuten dahinter System. Manche gehen in ihren Forderungen noch weiter und verlangen eine deutlich verbesserte Ausbildung für Steuerfahnder. Seit Jahren braucht es mehr Kollegen, vor allem solche mit mehr Erfahrung. Steuerfahndern gebührt Waffengleichheit, wenn sie versuchen sollen, ausstehende Beträge zum Wohle der Allgemeinheit einzutreiben.

OTS: Schwäbische Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/pm/102275 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_102275.rss2

Pressekontakt: Schwäbische Zeitung Redaktion Telefon: 0751/2955 1500 redaktion@schwaebische-zeitung.de

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich fester -- Dow Jones am Ende fester -- Commerzbank will wohl Wertpapierabwicklung auslagern -- Short-Angriff: AURELIUS-Aktien brechen massiv ein -- EVOTEC, E.ON, Snapchat im Fokus

S&P erhöht Ratings von Commerzbank und Deutsche Bank. VW-Aufsichtsrat schlägt Entlastung aller Vorstandsmitglieder vor. Bankaktien europaweit gefragt - Umfeld hellt sich auf. Tencent steigt mit fünf Prozent bei Tesla ein. RWE signalisiert Investoren höhere Ausschüttungen ab 2019. Elon Musk gründet abermals ein neues Unternehmen.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
CommerzbankCBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
EVOTEC AG566480
BayerBAY001
E.ON SEENAG99
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Allianz840400
Infineon Technologies AG623100
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
SAP SE716460