Schwarz-Gelb freundet sich mit Trennbanken-Idee an - Zeitung
Union und FDP vollziehen bei der Bankenregulierung nach Informationen des Handelsblatts einen Schwenk: Sie wollen, dass die Bundesregierung den Vorschlag des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen für ein Trennbanken-System in Erwägung zieht, wie es in einem Antrag der Abgeordneten der Regierungsparteien heißt. Das Papier soll am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden.
"Wir müssen prüfen, wie das Einlagen- und Kreditgeschäft besser von den Risiken des Investmentbankgeschäfts abgeschirmt werden kann, ohne das in Deutschland bewährte Universalbankensystem abzuschaffen", sagte Klaus-Peter Flosbach, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, dem Handelsblatt. Dafür habe "die Liikanen-Gruppe diskussionswürdige Vorschläge vorgelegt".
Schwarz-Gelb übernimmt damit eine Forderung des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Er hatte im September gefordert, die Banken zu zwingen, unter einem Holding-Dach das Investmentgeschäft strikt vom klassischen Bankgeschäft zu trennen. Union und FDP hatten ihn damals heftig kritisiert. Inzwischen fürchten die Regierungsparteien aber, dass die SPD mit ihren Banken-Regulierungsforderungen im Wahlkampf punkten könnte, und wollen dem mit eigenen harten Regulierungsforderungen entgegenwirken.
DJG/chg
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January 16, 2013 00:43 ET (05:43 GMT)
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