Scoach/Scoach (Frankfurt) - Banken und Autokonzerne steigern Vertrauenskrise
Banken und Autokonzerne steigern Vertrauenskrise
Der globale Kursrutsch setzt sich auch heute wieder fort - zumindest vor dem Start der US-Börsen. Hinter den anhaltenden massiven Kursverlusten sehen die Händler eine massive Vertrauenskrise. Sie verweisen darauf, dass mindestens zwei Branchen in eine schwere Krise gerutscht sind, nämlich die Finanzkonzerne und die Autohersteller. Vor allem das Schicksal der um ihre Existenz ringenden US-Autoriesen General Motors und Ford bewegt derzeit die Gemüter. Die erhoffte staatliche Rettungsaktion für die beiden kriselnde Industriekonzerne komme nicht voran. Dort gehe bald das Geld aus, heißt es. Belastend wirke auch das gestrige Eingeständnis der US-Notenbank, dass die Schwäche der US-Wirtschaft mindestens bis Mitte 2009 anhält. Obwohl das Wort "Rezession" vermieten wurde, geht die Fed jetzt davon aus, dass die Konjunkturdelle insgesamt mindestens ein Jahr anhält. Allerdings sei davon möglicherweise etwa die Hälfte bereits überstanden. Die Händler beobachten außerdem, dass der massive Ausverkauf angeschlagener Hedgefonds anhält und die Aktienkurse zusätzlich unter Druck setzt. Der Dax verliert momentan 1,1 Prozent auf 4.305 Punkte.
Verlierer sind wieder die üblichen Verdächtigen, also die Banken, allen voran die Hypo Real Estate und die Deutsche Bank. Auch der Versorger-Riese RWE bewegt sich heute im Abwärtsstrudel. Zu den wenigen Gewinnern zählt der als defensiv geltende Pharmawert Bayer. Deutliche Gewinne zeichnen sich bei der Münchener Rück ab, die nach einem schwachen Start plötzlich anzieht, ohne dass dafür schon Nachrichten vorliegen. Am TecDax bricht der Windenergie-Spezialist Repower ein. Dort verzögert sich laut Presseberichten die Übernahme durch den indischen Konzern Suzlon.
Rohstoffe: Brent an der 50-Dollar-Marke
Der Kontrakt für Brent Crude kostet 50,62 Dollar. Der Future für die US-Sorte WTI ist 53,00 Dollar teuer. Der Gold-Kontrakt wird bei 744,90 Dollar gehandelt.
Brandneue Emissionen auf ThyssenKrupp und Siemens
Angesichts der Krise am Aktienmarkt setzen derzeit viele Anleger an der Plattform Scoach Frankfurt auf Derivate mit defensivem Charakter und relativ hohen Renditen. Zu den Umsatzspitzenreitern zählt heute ein frisch emittiertes Discount-Zertifikat auf ThyssenKrupp, emittiert von der Deutschen Bank (WKN: DB4ERT). Das Zertifikat ist am 17.12.2009 fällig. Rege gehandelt wird auch ein brandneues Discount-Zertifikat auf Siemens, ebenfalls emittiert von der Deutschen Bank (WKN: DB4EQZ). Das Zertifikat ist auch am 17.12.2009 fällig.
Ausblick Termine USA
Die US-Futures bleiben unter Druck. Start und Verlauf der US-Aktienmärkte dürfen auch von der heutigen Flut an Konjunkturmeldungen abhängen. Um 14:30 Uhr werden die Arbeitslosenmeldungen der Vorwoche erwartet. Um 16:00 folgen die Frühindikatoren vom Oktober sowie der Index der Philadelphia Fed vom November (Industrieentwicklung im Ballungsgebiet). Im Laufe des Tages sind die Quartalszahlen von Barnes & Noble (Buchhändler), Dell, Foot Locker (Sportschuh-Händler), Gamestop (Videospiele-Händler), Gap (Fashionkette), Salesforce (Software) und Zuniez (Sportbekleider) fällig.
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November 20, 2008 07:45 ET (12:45 GMT)- - 07 45 AM EST 11-20-08


