S&P hebt Bonität Griechenlands an

TROIKA HAT NACH WIE VOR ZWEIFEL
S&P hatte Griechenland wegen des Schuldenrückkaufs Anfang Dezember herabgestuft, weil es dieses Vorgehen als teilweisen Zahlungsausfall bewertet. Die Note für die Kreditwürdigkeit des Landes wurde seinerzeit von "CCC" auf "SD" gesenkt. Damals hatte die Agentur aber angekündigt, die Bewertung für den Fall eines geglückten Rückkaufs wieder zu erhöhen.
Insgesamt sehen die internationalen Geldgeber für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott aber große Risiken. In ihrem in Brüssel veröffentlichten Bericht äußert die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) Zweifel daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen verwirklicht. Probleme könnten durch die brüchige Regierungskoalition und den politischen Widerstand gegen manche Vorhaben entstehen. Die milliardenschweren Notkredite sollten dennoch wie geplant an Athen fließen.
150.000 STAATSBEDIENSTETE WERDEN ENTLASSEN
Am Mittwoch wollen nun die Staatsbediensteten ihrem Ärger über die geplanten Entlassungen Luft machen: Im Zuge der Einsparungen sollen in den nächsten Jahren rund 150.000 Staatsbedienstete in Griechenland gehen. Am Streik nehmen auch Apotheker und Ärzte staatlicher Krankenkassen teil. Schulen, Ministerien und Steuerämter sowie Behörden der Städte sollen geschlossen bleiben. Auch Züge werden nicht fahren, wie die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes ADEDY mitteilte. Um die Mittagszeit wollen Staatsbedienstete im Zentrum Athens demonstrieren.
ATHEN/LONDON (dpa-AFX)Weitere Links:







