25.01.2013 17:30
Bewerten
(0)

RWE-Chef plant tiefschürfenden Konzernumbau

Servicebereich wird gestärkt: RWE-Chef plant tiefschürfenden Konzernumbau | Nachricht | finanzen.net
Servicebereich wird gestärkt
Deutschlands beschleunigter Atomausstieg und die Wende hin zu erneuerbaren Ressourcen haben die Energieversorger, darunter auch RWE, hart getroffen.
RWE muss sein Geschäft deswegen ganz neu ausrichten. Das betrifft besonders die Energieerzeugung, den derzeit wichtigsten Geschäftsbereich.

   In einem Interview auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos führte Konzernchef Peter Terium aus, wie er sein Unternehmen in den kommenden Jahren neu aufstellen will. Der Erlösanteil der Energieerzeugung wird wohl deutlich fallen, der Servicebereich stattdessen gestärkt werden. Die Herausforderungen fasst Strategiechef Leo Birnbaum zusammen. "Die Energieerzeugung kommt unter Druck. Wir werden hier (Umsätze) verlieren, also müssen wir neue Geschäfte aufbauen." P>   Dementsprechend müsse sich die Zusammensetzung der Konzernerlöse ändern, sagte Terium dem Wall Street Journal Deutschland. "Es ist noch zu früh, die künftigen Erlösanteile der einzelnen Bereiche zu präzisieren." So sei nicht vorauszusehen, ob der Anteil der Stromerzeugung auf beispielsweise 20 Prozent oder weniger fallen werde, so der Manager. Das Unternehmen werde aber nicht komplett aus der Stromerzeugung aussteigen, da die Versorger die Stabilität der Stromnetze gewährleisten und notfalls einspringen müssen, sollte die Erzeugung aus Windkraft oder Solar nachlassen.

   Seine Aussagen verdeutlichen die Notwendigkeit, dass RWE von der Strategie der letzten Jahre abrücken muss. Der Konzern, wie auch der Rivale E.ON, hat sich in den vergangenen Jahren auf den Bau von Kraftwerken konzentriert. Im Gegenzug haben die Versorger ihre deutlich stärker regulierten und damit weniger attraktiven Geschäfte wie Strom- und Gasnetze verkauft.

   Ihre Strategie wurde aber von der deutschen Energiewende durchkreuzt. Diese sieht einen kompletten Ausstieg aus der Atomkraft in den kommenden zehn Jahren vor. Gleichzeitig soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix bis 2020 auf 35 Prozent von aktuell rund einem Viertel steigen.

   Der bislang von Versorgern erzeugte Strom soll von Windrädern und von den auf Privathäusern montierten Solarpanels nach und nach ersetzt werden. Das Umsatzpotenzial der Energiekonzerne wird auch dadurch gedrückt, dass die Energieeffizenzstandards in Deutschland erhöht werden.

   Um die wegbrechenden Erlöse zu kompensieren, setzt Terium auf Energiemanagement und andere Dienstleistungen. "Wir haben das in der Vergangenheit für große Unternehmen wie Bayer, BASF und Dow Chemical gemacht, für die wir auf dem Werksgelände Gaskraftwerke gebaut und beim Betrieb dieser Anlagen geholfen haben", sagte Terium.

   Er sieht in diesen Angeboten großes Potenzial, unter anderem im deutschen Mittelstand. "Dieses Geschäft ist nicht leicht, es erfordert große Anstrengungen", so der Manager. Die Gewinne seien außerdem nicht mit denen der kapitalintensiven Bereiche wie dem Erzeugungsgeschäft zu vergleichen. Es sei dementsprechend auch zu früh, das mögliche Marktvolumen einzuschätzen.

   RWE-Strategiechef Birnbaum sagte, obwohl sich das Unternehmen in Teilen neu erfinden müsste, habe es doch eine starke Umsatzbasis. Rund 40 Prozent der RWE-Erlöse würden mit Stromverteilung und -verkauf erzielt, weitere 20 mit dem Handel sowie dem Öl- und Gasfördergeschäft. Alle diese Aktivitäten hätten keine schlechten Aussichten, sagte Birnbaum.

Dow Jones Newswires

Anzeige

Nachrichten zu RWE AG St.

  • Relevant
    2
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu RWE AG St.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
26.04.2017RWE OutperformCredit Suisse Group
24.04.2017RWE buyJefferies & Company Inc.
21.04.2017RWE OutperformMacquarie Research
21.04.2017RWE HoldDeutsche Bank AG
07.04.2017RWE HoldDeutsche Bank AG
26.04.2017RWE OutperformCredit Suisse Group
24.04.2017RWE buyJefferies & Company Inc.
21.04.2017RWE OutperformMacquarie Research
04.04.2017RWE OutperformCredit Suisse Group
31.03.2017RWE buyOddo Seydler Bank AG
21.04.2017RWE HoldDeutsche Bank AG
07.04.2017RWE HoldDeutsche Bank AG
30.03.2017RWE HoldCommerzbank AG
29.03.2017RWE NeutralJP Morgan Chase & Co.
29.03.2017RWE HaltenIndependent Research GmbH
28.03.2017RWE SellUBS AG
17.03.2017RWE ReduceHSBC
14.03.2017RWE SellUBS AG
22.02.2017RWE SellUBS AG
07.02.2017RWE ReduceHSBC

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für RWE AG St. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX stabil -- Asiens Börsen im Minus -- Amazon mit kräftigem Gewinnsprung -- Conti wächst stärker als erwartet -- Linde mit gutem Jahresstart -- Intel, Microsoft, Alphabet im Fokus

RBS schafft nach Durststrecke wieder Quartalsgewinn. Angst vor Zuckerpreis-Schwäche verschärft Südzucker-Abwärtstrend. Barclays schneidet im Handelsgeschäft schwach ab - Aktie verliert deutlich. Honda beschleunigt kräftig. Citigroup-Manager wird angeblich Finanzchef bei der Deutschen Bank. Sharp dämmt Verluste ein.

Top-Rankings

KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
EU-Vergleich der Arbeitskosten 2016
So viel kostet eine Stunde Arbeit in Europa
KW 16: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Utopische Summen
Die teuersten Fußballtransfers der Saison 2016/17
Verdienst der DAX-Chefs
Das verdienten die DAX-Bosse 2016
Das Vermögen dieser Milliardäre ist seit der Trump-Wahl am stärksten gewachsen
Wer profitierte am stärksten?
Das sind die exotischsten Börsenplätze der Welt
Klein aber oho?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BayerBAY001
Munich Re SE (ex Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG)843002
AURELIUSA0JK2A
BASFBASF11
Lufthansa AG823212
AIXTRON SEA0WMPJ
Amazon.com Inc.906866
Allianz840400
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750