Zudem sollen rund 33 Millionen eigene Aktien eingezogen werden, wie der Konzern am späten Donnerstagabend mitteilte. Dadurch würde das Grundkapital der Gesellschaft von rund 914 Millionen auf 881 Millionen Papiere herabgesetzt. Die restlichen Aktien sind unter anderem für die Ausgabe an Mitarbeiter, Mitglieder des Vorstands sowie für die Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen vorgesehen.
Am Freitag setzten sich die
Siemens-Papiere mit einem deutlichen Aufschlag mit an die DAX-Spitze. Im Vergleich zum deutschen Leitindex
DAX hat sich die
Aktie seit Anfang 2011 allerdings stark unterdurchschnittlich entwickelt: Während der Kurs in der Zeit um fast ein Viertel fiel, verbuchte der Dax lediglich ein Minus von etwas über fünf Prozent. Vor gut einer Woche hatte der Konzern über ein in großen Teilen enttäuschendes Geschäft im vergangenen Quartal berichtet und hinter die ohnehin schon gesenkte Gewinnprognose ein dickes Fragezeichen gesetzt. Marktteilnehmer wie der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker gingen daraufhin hart mit Siemens ins Gericht. "Der zweitteuerste Vorstand und der teuerste Aufsichtsrat in Deutschland müssen heute erklären, wie man das Kunststück fertig bringt, den Marktwert innerhalb von rund 18 Monaten fast zu halbieren", hieß in der "AB-Daily".
Den Aktienrückkauf will Siemens über langfristige Schulden finanzieren und damit seine gut gefüllte Kriegskasse von zuletzt knapp 9 Milliarden Euro nicht antasten. Siemens werde zur Finanzierung Anleihen herausgeben, sagte ein Sprecher. Die Details stünden aber noch nicht fest. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte bereits 2007 ein eigentlich bis Ende September 2010 laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro angekündigt, in der Krise dann aber auf Eis gelegt./stb/she/kja/zb - MÜNCHEN (dpa-AFX)
Bildquellen: Siemens-Pressebild