PRAG (AFP) --Die Siemens AG schließt ihr Werk in der tschechischen Hauptstadt Prag nun endgültig. Verhandlungen mit Interessenten über einen Kauf der Bahntechnik-Fabrik seien gescheitert, sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag in Prag.
Das Unternehmen werde im August die ersten der rund 1.000 Mitarbeiter des Werks entlassen. Zwar gebe es noch weiter Verhandlungen mit möglichen Investoren, diese seien aber nur an den Standorten oder Maschinen interessiert.
Das Aus für das Werk drohte seit dem vergangenen Jahr, als der Münchener DAX-Konzern ankündigte, weltweit rund 17.000 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Das Unternehmen hatte damals argumentiert, vor allem im Verkehrstechnik-Bereich sparen zu müssen. Als einen Grund nannte Siemens, dass Schwellenländer wie China darauf bestünden, einen Teil der Produktion über Partnerschaften im eigenen Land zu haben.
Siemens hatte sich dann für den Erhalt von Stellen in Deutschland und für die Schließung von Prag entschieden. Vor dem Kauf durch Siemens im Jahr 2001 war das Prager Werk unter dem Namen CKD Dopravni Systemy für die Produktion von Straßenbahnen bekannt, die vor allem in osteuropäische Länder geliefert wurden.
Webseite: http://www.siemens.com
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July 02, 2009 08:35 ET (12:35 GMT)
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