München (aktiencheck.de AG) - Der Technologiekonzern Siemens AG gab am Donnerstag bekannt, dass er heute Optionsschuldverschreibungen begeben wird. Das angestrebte Volumen beträgt 3 Mrd. US-Dollar und wird in Abhängigkeit von der Markt- und Nachfrageentwicklung gegebenenfalls angepasst. Man will mit dieser Maßnahme von attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten in US-Dollar für diese Anleiheform profitieren.
Wie aus einer Ad-hoc-Mitteilung hervorgeht, ist die geplante Optionsanleihe im Kontext einer Refinanzierung der bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zurückgezahlten Anleihen in Höhe von 2,2 Mrd. Euro sowie der im zweiten Geschäftsquartal fällig werdenden Anleihen in Höhe von 1,3 Mrd. US-Dollar zu sehen. Der Erlös aus der Emission wird für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt und zur Stärkung der finanziellen Flexibilität von Siemens verwendet.
Den Angaben zufolge werden die Optionsschuldverschreibungen ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA in einer Mindeststückelung von 250.000 US-Dollar angeboten. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Den von der Siemens Financieringsmaatschappij N.V. auszugebenden und von der Siemens AG garantierten Schuldverschreibungen werden von der Siemens AG zu emittierende Optionsscheine angefügt. Die Optionsscheine berechtigen zum Bezug mehrerer Siemens-Aktien gegen Zahlung eines Ausübungspreises in Euro. Die genaue Anzahl der Siemens-Aktien je Optionsschein wird in Abhängigkeit vom Ausübungspreis und dem zugrunde zu legenden Wechselkurs bei Preisfeststellung fixiert. Auf Basis eines Euro/US-Dollar-Wechselkurses von 1,3270 und des gestrigen Xetra-Schlusskurses der Siemens-Aktie würden pro Milliarde Nominalbetrag der Schuldverschreibungen Optionsrechte auf bis zu rund 7,3 Millionen Siemens-Aktien ausgegeben werden. Die Optionsbedingungen erlauben Siemens, ausgeübte Optionsrechte auch aus dem Bestand eigener Aktien zu bedienen und die Optionsscheine zurückzukaufen.
Die Optionsschuldverschreibungen werden in zwei Tranchen mit Laufzeiten von fünfeinhalb und siebeneinhalb Jahren platziert. Die jeweilige Laufzeit gilt für die Schuldverschreibungen und die zugehörigen Optionsscheine gleichermaßen. Die Optionsscheine können nach Begebung von den Schuldverschreibungen abgetrennt werden und sind ab dem 28. März 2012 ausübbar. Die Optionsschuldverschreibungen, von Optionsscheinen getrennte Schuldverschreibungen und abgetrennte Optionsscheine werden von der Deutsche Bank AG in den Freiverkehr an der Frankfurter Börse einbezogen.
Der Zinskupon wird für die kürzere Laufzeit bei 0,55 bis 1,05 Prozent pro Jahr und für die längere Laufzeit bei 1,15 bis 1,65 Prozent pro Jahr erwartet. Der Ausübungspreis wird je Aktie zwischen 137,50 und 142,50 Prozent eines Referenzkurses am Tag der Platzierung liegen. Die genannten Ausstattungsmerkmale und die Volumen-Aufteilung auf die beiden Laufzeiten werden mit Preisfestsetzung erfolgen. Die Lieferung der Optionsschuldverschreibungen gegen Zahlung des Kaufpreises wird voraussichtlich am 16. Februar 2012 erfolgen, hieß es.
Die Aktie von Siemens notierte gestern zuletzt bei 76,00 Euro (+0,18 Prozent). (09.02.2012/ac/n/d)