MÜNCHEN (Dow Jones)--Nach den Auseinandersetzungen in Frankreich um die geplante Schließung des Siemens-Werks Saint-Chamond bei Lyon hat der Münchener DAX-Konzern einen Sozialplan mit den betroffenen Beschäftigten erzielt. Man habe sich auf die Anzahl der zu erhaltenden Arbeitsplätze und einen Ausgleich geeinigt, sagte ein Siemens-Sprecher am Freitagnachmittag zu Dow Jones Newswires. Von den zuvor etwa 600 Arbeitsplätzen in den beiden französischen Werken Montbrison und Saint-Chamond sollen 380 Stellen am Standort Montbrison erhalten bleiben. Man werde fortfahren, die beiden Produktionsstätten zusammenzulegen. Der Standort Saint-Chamond werde geschlossen, sagte der Sprecher ferner.
Die Konfrontation am Standort Saint-Chamond vor wenigen Tagen wollte Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm in einem Interview mit der Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" (Samstagausgabe) ausdrücklich nicht als Geiselnahme werten. Den beiden betroffenen Managern sei keine körperliche Gewalt angedroht worden, und sie seien freiwillig auf dem Gelände geblieben, sagte Russwurm laut dem am Freitag veröffentlichten Vorabbericht der Zeitung.
Anfang März hatten die Siemens-Beschäftigten einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge die beiden Manager festgesetzt. Bei den Führungskräften handelte es sich nach damaligen Gewerkschaftsangaben um den Finanzchef und die Personalchefin der Werkes in Saint-Chamond.
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March 12, 2010 09:27 ET (14:27 GMT)- - 09 27 AM EST 03-12-10