BERLIN (Dow Jones)--Die Immobilienholding Signa will bei der möglichen Übernahme der Metro-Tochter Kaufhof alle Standorte der Warenhauskette erhalten. "Ich möchte expandieren. Es werden keine Standorte geschlossen, sondern in Standorte investiert: Verkaufsflächen vergrößert, Häuser modernisiert. Und dazu brauchen wir eher mehr, als weniger gute Mitarbeiter", sagte Unternehmer René Benko aus Österreich, dessen Signa Immobilien Holding für den deutschen Warenhauskonzern ein Kaufangebot von über 2 Mrd EUR abgegeben hat, zu "Bild am Sonntag" (BamS).
Zusammen mit dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will Benko in den Aufsichtsrat des Warenhauskonzerns gehen - wenn der Deal klappt. Benko sagte, er habe zwar noch nie ein Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern geführt. Doch mit "diesen beiden Herren traue ich mir auch zu, Kaufhof solide und stark in die Zukunft zu führen."
Auch die Finanzierung des Milliarden-Geschäfts kann der Österreicher nach eigenen Angaben realisieren: "Wir werden das gesamte Investment mit 50% Eigenkapital ausstatten. Der Rest kommt von deutschen, österreichischen und Schweizer Banken. Wir genießen ein hohes Maß an Vertrauen bei den Banken."
Mit den Interessensbekundungen von zwei Investoren war jüngst wieder Bewegung in das lange Zeit ruhende Vorhaben gekommen, einen Käufer für die Metro-Tochter zu finden. Neben Signa hat auch der Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen Interesse angemeldet.
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November 06, 2011 04:50 ET (09:50 GMT)
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