finanzen.net hat sich vier Werte aus der zweiten Reihe angeschaut:
Hansen Sicherheitstechnik
Der Bergbauspezialist hat in den vergangenen Jahren stark von der steigenden Nachfrage nach Kohle als Energieträger und für die Stahlerzeugung, insbesondere in China, Indien und weiteren Schwellenländern profitiert. Dieser Erfolg hat sich vorübergehend auch im Kurs gespiegelt: Der sehr marktenge Titel markierte Mitte Januar ein neues Allzeithoch bei 24,48 Euro. In den Folgewoche kam es dann aber zu Gewinnmitnahmen, die den Kurs wieder in Richtung der 22 Euro-Marke drückten. Interessant ist dieses Level allemal, denn hier befindet sich eine Unterstützung, die sich aus Kursbewegungen des Jahres 2007 speisen. Ein fallender RSI sowie der Trendfolger MACD im Verkaufsmodus machen die Sache jedoch nicht einfach. Bei einem Unterschreiten des Supports rückt der 20,00 Euro-Bereich wieder auf die Agenda.
Fazit: Langweiliger Wert. Diese Aktie muss man nicht haben.
Augusta Technologie
Die AUGUSTA Technologie AG ist ein integriertes Technologieunternehmen mit der Fokussierung auf die Nischenmärkte der digitalen Bildverarbeitung. Seinen weltweiten Kunden steht der Konzern als Entwicklungspartner und Produktlieferant zur Seite und stellt anwendungsspezifische Lösungen zur Verfügung. Die Kernkompetenz der Gesellschaft liegt dabei auf Vision Technologien. Die Produktpalette umfasst Vision-Systeme mit digitalen Kameralösungen.
Am Donnerstag gelang der Sprung über die 200-Tage-Linie bei aktuell 16,03 Euro. Dieses klassische Kaufsignal zeigte am Freitag dann weiter seine Wirkung mit einem Kursplus von 0,37 Prozent auf 16,48 Euro. Damit stieg der Titel über das Verlaufshoch vom 14. November auf Schlusskursbasis. Zwar ist der Widerstandsbereich, der sich bis auf 16,59 / 16,62 Euro erstreckt, noch nicht ganz gegessen, die Richtung stimmt aber schon mal. Wird das neue Niveau auch in der kommenden Woche ausgebaut und gehalten, so sollten rasch Kurse bis auf 17,50 Euro machbar sein. Bei einem erneuten Absinken unter die 38-Tage-Linie bei 15,27 Euro ist die positive Indikation futsch.
Fazit: Chancenreiche Chartkonstellation.
GCI Industrie AG
Nach Aussage einiger Indikatoren, wie Momentum, MACD, sollte das neue Zwischenhoch bei 1,874 Euro aus der abgelaufenen Woche noch nicht ganz das Ende der Fahnenstange beim Wert des Münchner Beteiligungsunternehmen gewesen sein. Denn diese haben derzeit noch etwas Luft nach oben. Dagegen ist der Oszillator Slow Stochastik bereits in seinen überkauften Extrembereich vorgedrungen und zeigt Konsolidierungsbedarf an. Wie auch immer sich der Markt kurzfristig entscheiden wird, die Aktie notiert übergeordnet in einem seit 2009 bestehenden Aufwärtstrend, der erst mit einem Fall unter das Niveau bei etwa 1,12 Euro nach unten gebrochen würde.
Fazit: Potenzial begrenzt. Es gibt interessantere Aktien.
MorphoSys AG
Für 2011 dürfte das Biotech-Unternehmen seinen Ausblick erreicht haben, für 2012 seien die Aussichten aber düster, schrieben Commerzbank-Analysten kürzlich. Es dürfte an größeren Abschlüssen mangeln.
Der am Dienstag gestartete Abwärtsimpuls der Aktie hat die aussichtsreiche Rechteck-Formation (Konsolidierung), die seit Januar läuft, zunichte gemacht. Am Freitag verlor das Papier weitere 1,60 Prozent auf 18,47 Euro. Damit notiert der Kurs wieder unter seinen wichtigen Durchschnittslinien. Auch das frische übergeordnete Kaufsignal, das durch die Kreuzung der 38- mit der 200-Tage-Linie entstand, wurde mit dem Kursrutsch negiert. Das es zu weiteren Verlusten kommen könnte, signalisieren auch die technischen Indikatoren, die allesamt im Verkaufsmodus stehen. Die nächsten Auffangnetze liegen bei rund 18,00 und 17,50 Euro. Ein positives Zeichen wäre eine Rückkehr in das Eingangs erwähnte Rechteck in den Begrenzungen zwischen 18,60 und 19,95 Euro. Fazit: Korrektur abwarten.