finanzen.net hat sich vier Werte aus der zweiten Reihe angeschaut:
Masterflex
Seit den massiven Kursverlusten nach dem Allzeithoch bei 32,80 Euro von 2006, die im Februar 2010 zu einem Tief bei 2,81 Euro führten, hat sich der Titel des Herstellers von High-Tech-Schlauchsystemen und Verbindungssystemen mittlerweile wieder stabilisiert und einen Boden ausgebildet. Zudem zeigt der Kurs wieder Aufwärtstendenzen. So wurde am Freitag mit einem Gewinn von mehr als sechs Prozent auf 5,35 Euro die 200-Tage-Linie bei 5,32 Euro nach oben überwunden. Kann das neue Niveau verteidigt werden, so sind mittelfristig wieder Notierungen bis auf 7,00 Euro drin. Masterflex hat kürzlich angekündigt, seine Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben - mit einer Expansion nach China und Singapur.
Fortec-Elektronik
Übergeordnet kann bei Fortec, dem Händler für elektronische Bauelemente, ein Aufwärtstrend analysiert werden, der sich seit August 2009 entwickelte. Dennoch läuft der Kurs aktuell Gefahr, diesen mit einem Rutsch unter den Bereich bei etwa 7,80 Euro zu verlassen. Tritt dies nachhaltig ein, wären mittelfristig Abgaben bis auf 6,80 Euro nicht auszuschließen. Diese würden sich aus dem zuletzt gebildeten Doppeltop bei 9,00 Euro ableiten lassen. Abhilfe könnte hier das frische Kaufsignal beim Trendfolger MACD schaffen, der den Wert wieder gen Norden treibt. Operativ läuft es gut bei dem bayerischen Unternehmen: Fortec hat im Geschäftsjahr 2010/2011 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Konzernertrag die Zahlen des letzten Geschäftsjahres deutlich übertroffen.
Berentzen-Gruppe
Die Aktie des Spirituosenherstellers findet sich seit Herbst vergangenen Jahres im Konsolidierungsmodus. Dabei schwankt der Kurs zwischen 5,00 Euro und 4,00 Euro hin und her. Derzeit können keine Anzeichen ausgemacht werden, dass ein Ausbruchsversuch aus dieser Tradingrange bevorsteht. Erst mit einem Anstieg über das gebildete Verlaufshoch bei 5,00 Euro, auf dessen Höhe zugleich die 200-Tage-Linie liegt, wird neues Anstiegsmomentum generiert. Dies würde dem Kurs die Tür bis in die Region bei rund 7,00 Euro öffnen. Kommt es dagegen zu einem Unterschreiten der unteren Begrenzung der Konsolidierungszone bei etwa 4,00 Euro, so käme es zu weiteren Verlusten bis zu den nächsten Haltenetzen bei 3,50 und 3,00 Euro.
Dr. Hönle
Nachdem der Titel des UV-Spezialisten im seit 2009 bestehenden Aufwärtstrend im Juni 2011 bis auf 14,00 Euro kletterte, hat sich inzwischen eine Trendumkehr gebildet. Der Aufwärtstrend wurde Ende November nachhaltig nach unten gebrochen. Zuvor kam es ebenfalls zu einem massiven Verkaufssignal, indem die 38-Tage-Linie die 200-Tage-Linie nach unten schnitt. Obwohl sich der Kurs in den vergangenen Wochen über dem Niveau bei 9,00 Euro stabilisierte, kann dem "Frieden" bislang nicht so recht getraut werden. In diesem Zusammenhang behalten Anleger daher den Support bei 9,00 Euro im Blick. Bei einem Unterschreiten rückt das jüngste Verlaufstief von Ende November bei 8,38 Euro in den Fokus. Operativ gibt es aber keinen Grund zu klagen. Der Konzern habe im abgelaufenen Fiskaljahr eigenen Angaben zufolge von der konjunkturellen Belebung, die sich über nahezu alle Absatzmärkte der Unternehmensgruppe erstreckt habe, profitieren können, so der Konzern. Umsatz und Betriebsergebnis konnten im Geschäftsjahr 2010/2011 deutlich gesteigert werden.
Bildquellen: Julian Mezger