BERLIN (Dow Jones)--Der Vorsitzende des Kontrollgremiums Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), Albert Rupprecht, rechnet damit, dass sich der Staat nach seinem Einstieg bei der Commerzbank AG von seiner Beteiligung auch wieder trennen wird. "Ich gehe davon aus, dass der Staat sich nicht auf Dauer an der Bank beteiligt, sondern zu gegebenem Zeitpunkt rausgeht", sagteRupprecht am Donnerstag zu Dow Jones Newswires.
In der Beteiligung des Bundes an der Commerzbank in Höhe von 25% plus eine Aktie sieht er einen Beitrag zur Stabilisierung des Finanzmarktes. Ein mögliches Scheitern der Dresdner-Übernahme hätte durchaus zu einer erheblichen Destabilisierung des Finanzmarktes führen können, sagte Rupprecht. In dem Erwerb der Commerzbank-Aktien zu diesem Preis sieht er daher einen effizienten Umgang mit Steuergeldern.
Die Commerzbank hatte am Nachmittag den Aktienmarkt mit der Ankündigung geschockt, weitere 10 Mrd EUR vom Staat in Anspruch zu nehmen. Der Staat unterstützt den DAX-Konzern somit jetzt insgesamt mit 18,2 Mrd EUR. Infolgedessen wird die Commerzbank zu gut einem Viertel verstaatlicht. Die Aktie der Commerzbank reagierte zunächst mit starken Abschlägen, als erste Meldungen zu der Verstaatlichung durchsickerten. In der Spitze fiel die Aktie um mehr als 20%.
Für die Aktionäre bedeuten die Schritte der Commerzbank eine Verwässerung ihrer Anteile.
-Von Andrea Thomas und Madeleine Winkler, Dow Jones Newswires,
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January 08, 2009 13:59 ET (18:59 GMT)
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