FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Software AG (
Software) peilt im kommenden Jahr den nächsten großen Zukauf an. Bis zu einer milliadren Euro wolle das Unternehmen ausgeben, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt der "Börsen-Zeitung" (Samstag). Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen plant er, die Akquisition fremd zu finanzieren. Bis 2011 solle auch die Integration der 2009 erworbenen IDS Scheer abgeschlossen und die Finanzschulden auf Null gesunken sein.
Obwohl der Anteil des personalintensiven Beratungsgeschäfts mit der IDS-Übernahme gestiegen ist, hält Zinnhardt am mittelfristigen Ziel einer operativen Marge von 30 Prozent fest. Diese will er auf IFRS-Basis erreichen und nicht wie viele Wettbewerber auf um Sondereffekte bereinigter Non-IFRS-Basis. "Ich möchte mich lieber über die operative Entwicklung der Software AG unterhalten und nicht darüber, ob wir mit schön gerechneten Zahlen irgendein vordefiniertes Ziel erreicht haben", erklärt Zinnhardt seine Abneigung gegen Pro-forma-Zahlen.
Das Wachstum der Software AG soll in den nächsten Jahren aus Lateinamerika und Nahost kommen. Der chinesische Markt sei für die Produkte der Software AG nicht weit genug entwickelt. Damit eine Prozessplanung sinnvoll sei, wie sie die Darmstädter anbieten, müsse bereits eine recht komplexe IT-Infrastruktur vorliegen. An die wachsende Bedeutung alternativer Endgeräte wie Apples iPad glaubt auch Zinnhardt. Die Software AG werde entsprechende Programme für Tablet-Rechner im Laufe des Jahres 2011 auf den Markt bringen./enl/