EMFIS.COM -
New York / Frankfurt 24.02.2012 (www.emfis.de)
Ein Entwurf des Wirtschafts- und des Umweltministeriums sieht vor, dass die Einspeisevergütung bereits im März um bis zu 30 Prozent abgesenkt werden soll, wobei die Fördersätze für Dachanlagen sowie kleine und größere Solarparks unterschiedlich stark gekappt werden. Im Anschluss daran wird die Förderung in monatlichen Stufen um weitere 0,15 Cents verringert. Der Förderkürzungsplan muss aber noch vom Kabinett abgesegnet und vom Bundestag beschlossen werden. Die Solarverbände haben gegen die neuen Regelungen erwartungsgemäß scharf protestiert.
Solar-Ausbau soll massiv eingedämmt werden Aus Sicht der deutschen Regierung ist wegen der Förderung der Zubau von Solarstrom-Kapazität aus dem Ruder gelaufen. Allein 2011 wurden neue Anlagen mit einer Leistung von 7500 Megawatt hochgezogen. Bis 2013 soll nun der jährliche Zubau auf 2500 bis 3500 Megawatt abgesenkt und anschließend weiter verringert werden.
Bei den Solaraktien weltweit sorgte dies gestern für erhebliche Abschläge, denn Deutschland ist nach wie vor der größte Absatzmarkt für Solarzellen. In den USA knickten
Trina Solar gestern um 11,6 Prozent auf 8,63 US-Dollar und
Yingli Green Energy um 11,1 Prozent auf 3,85 US-Dollar ein. Solarworld rutschten im Xetra-Handel gestern um 7,3 Prozent auf 3,69 Euro ab. Die
Aktie des ohnehin bereits stark angeschlagenen Solarriesen Q-Cells ging dagegen gestern lediglich noch um 1,3 Prozent nach unten auf 0,31 Euro.
Solarworld hat gestern außerdem mitgeteilt, im Jahr 2011 in die Verlustzone gerutscht zu sein. Der chinesische Solarkonzern Trina wieder musste gestern einen Quartalsverlust melden; die vorläufigen Zahlen des Konkurrenten Yingli vom Mittwoch hatten ebenfalls erheblich enttäuscht.