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20.02.2013 10:34

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INVESTITIONEN INS NETZ

Kabel Deutschland: Mehr Dividende nach solidem Quartal

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Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KD) investiert nach dem Scheitern der geplanten Übernahme von Tele Columbus viel Geld in das eigene Netz.

Mit vorgezogenen Investitionen von 300 Millionen Euro will KD das Wachstum beschleunigen. Zudem kündigt das im MDAX notierte Unternehmen am Mittwoch an, die Dividende aufzustocken. Nach einer Ausschüttung von zuletzt 1,50 Euro je Aktie wolle der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende von 2,50 Euro vorzuschlagen. An der Frankfurter Börse stiegen die Aktien um 1,34 Prozent. Dabei gerieten die Quartalszahlen in den Hintergrund, die im Rahmen der Erwartungen ausfielen.

    Die Dividende wird einem Händler zufolge viel stärker erhöht als erwartet. "Kabel scheint die ersten Giftpillen auszuwerfen, um ein Angebot von Vodafone abzuwehren", sagte er. Die Übernahmeschlacht starte. "Das sollte den Aktien sicherlich nicht schaden", fügte er hinzu. Vor dem Wochenende hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen berichtet, der britische Mobilfunkkonzern wolle vor dem Beginn der Verhandlungen die Vorlage der Zahlen abwarten.

KABEL DEUTSCHLAND SETZT AUF WACHSTUM AUS EIGENER KRAFT

    Nachdem der geplante 600 Millionen Euro schwere Kauf des Konkurrenten Tele Columbus geplatzt ist, wird KD über die nächsten zwei Geschäftsjahre 300 Millionen Euro mehr in die Netze stecken als bisher geplant. Unter anderem wird dadurch die Netzaufrüstung für schnelles Internet, Video-on-Demand und WLAN-Angebote beschleunigt und die Netzkapazität erweitert.

  Im dritten Geschäftsquartal (Ende Dezember) erfüllte KD die Erwartungen. Der Umsatz erhöhte sich von 427 auf 464,8 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Kosten für Beratung und Umbau (EBITDA) legte von 200 auf 220 Millionen Euro zu. Unterm Strich stieg der Gewinn von 55 auf 72,7 Millionen Euro. Lediglich hier hatten Analysten etwas mehr erwartet. Zudem bekräftigte das Unternehmen die Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr. Der Umsatz soll den Vorjahreswert um 7,5 bis 8,5 Prozent übertreffen, das bereinigte EBITDA zwischen 855 Millionen und 870 Millionen Euro liegen.

ABO-ZAHL STEIGT

   "Besonders erfolgreich hat sich unser Internetgeschäft entwickelt, wo wir eine deutliche Beschleunigung des Wachstums erreichen konnten", sagte Unternehmenschef Adrian von Hammerstein. "Aber auch unser TV-Geschäft zeigt dank des großen Kundeninteresses an HD und an zeitversetztem Fernsehen einen nachhaltig positiven Trend."

   Wachstumstreiber sind Breitband und das sogenannte Premium TV-Angebot. Die Gesamtzahl der Abos lag zum 31. Dezember mit 14,1 Millionen um 840.000 über dem Vorjahr. Dabei machten die neun Dienste bestehend aus den Breitbandprodukten Internet, Telefon und Premium TV fast 40 Prozent aus. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde erhöhte von 14,49 auf 16,05 Euro. Immer mehr Kunden buchen neben dem Kabelanschluss weitere Produkte. Im Schnitt kamen auf jeden Kunden 1,66 (Vorjahr: 1,54) Produkte.

    UNTERFÖHRING (dpa-AFX)

Bildquellen: Kabel Deutschland

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