29.05.2012 16:33
Bewerten
 (18)

Commerzbank könnte neues Ungemach drohen

Spanien & Commerzbank
Die Commerzbank konnte ihre Eigenkapitalquote in den vergangenen Monaten deutlich steigern. Doch nun könnte der Bank neues Ungemach aus Spanien drohen.
In den vergangenen Monaten gelang es der Commerzbank dank enormer Anstrengungen, ihr Eigenkapital um einige Milliarden Euro auszuweiten und damit die neuen Richtlinien zu erfüllen. Die Euro-Krise hat sich inzwischen aber wieder verschärft – und die Anleger befürchten, dass der Bank vor allem aus Spanien neues Ungemach droht. 


Die verheerende Entwicklung am spanischen Immobilienmarkt betrifft in erster Linie die spanischen Banken selbst. Hier sind einmal mehr staatliche Rettungsgelder im Milliardenumfang vonnöten, die den ohnehin schon sehr geringen Spielraum der spanischen Regierung weiter einengen. Dennoch war der neuerliche Kursrutsch im gesamten europäischen Finanzsektor nicht etwa nur eine Reflex-Reaktion. Denn gerade auch die deutschen Institute sind nicht nur indirekt durch die Gefahr einer neuen systemischen Krise betroffen, sondern sind auch ganz konkret in Spanien noch stark exponiert. 

Milliarden-Kredite an Spanien vergeben 

Die FAZ schrieb zuletzt, dass die Commerzbank Ende Februar allein 4,0 Milliarden an gewerblichen Immobilienkrediten in Spanien in den Büchern stehen hatte. Dies sei gleichzeitig das höchste Volumen, mit dem eine deutsche Bank überhaupt im spanischen Immobiliensektor engagiert sei. Das Gesamtvolumen der an spanische Schuldner ausgereichten Kredite habe bei der Commerzbank bei 14,2 Milliarden Euro gelegen, wobei 4,4 Milliarden Euro auf spanische Banken und 2,9 Milliarden Euro an den Staat entfallen würden. 

Eine Verschärfung der Krise in Spanien wäre also durchaus dazu geeignet, die Commerzbank erneut in Turbulenzen zu bringen. Allerdings müsste eine solche Verschärfung dann schon sehr schwerwiegend ausfallen. Bisher geht man in dem Land noch davon aus, die dortige Bankenkrise in Eigenregie schultern zu können. Das Vertrauen in Spaniens Kreditwürdigkeit wiederum hat zuletzt zwar gelitten – und die Anleihenrenditen befinden sich inzwischen bei rund 6,5 Prozent. Eine entsprechende Auktion in der vergangenen Woche hat aber gezeigt, dass das Land bisher keine Schwierigkeiten hatte, sich am Markt zu refinanzieren. Und was die spanischen Immobilienkredite der Commerzbank betrifft, so dürften sich diese überwiegend in der Bilanz der Eurohypo befinden, die vermutlich ohnehin abgewickelt werden muss.  


Bald neue Allzeit-Tiefs? 

Man sollte die neuerlichen Bedrohungen durch die spanische Immobilienmarkt-Krise zwar wahrlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auf dem aktuellen Kursniveau der Commerzbank-Aktie von nur noch rund 1,35 Euro erscheint aber auch dieses Risiko bereits eingespreist zu sein. 

Dabei ist allerdings nicht auszuschließen, dass sich die allgemeine Spanien-Krise in den kommenden Wochen noch weiter ausweitet und im Markt-Sentiment festfrisst. In diesem Szenario wäre ein fortgesetzter Kursverfall bei der Commerzbank-Aktie sehr wahrscheinlich – immerhin weist auch der charttechnische Trend bereits seit einigen Monaten wieder eindeutig nach unten. Vor diesem Hintergrund muss einkalkuliert werden, dass das Papier sogar seine Allzeit-Tiefststände bei rund 1,20 Euro in den kommenden Monaten nochmals wiedersieht. EMFIS.COM

Bildquellen: iStock/kontrast-fotodesign

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Partnerschaft verlängert
Vor Beginn der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich hat die Commerzbank ihre Werbepartnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) um zwei Jahre verlängert.

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.05.2016Commerzbank buyHSBC
18.05.2016Commerzbank buyDeutsche Bank AG
17.05.2016Commerzbank buySociété Générale Group S.A. (SG)
10.05.2016Commerzbank UnderweightBarclays Capital
09.05.2016Commerzbank neutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
18.05.2016Commerzbank buyHSBC
18.05.2016Commerzbank buyDeutsche Bank AG
17.05.2016Commerzbank buySociété Générale Group S.A. (SG)
06.05.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
05.05.2016Commerzbank overweightJP Morgan Chase & Co.
09.05.2016Commerzbank neutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
04.05.2016Commerzbank NeutralBNP PARIBAS
03.05.2016Commerzbank HaltenIndependent Research GmbH
03.05.2016Commerzbank HoldWarburg Research
03.05.2016Commerzbank NeutralCitigroup Corp.
10.05.2016Commerzbank UnderweightBarclays Capital
03.05.2016Commerzbank verkaufenDeutsche Bank AG
15.02.2016Commerzbank UnderweightBarclays Capital
09.02.2016Commerzbank SellGoldman Sachs Group Inc.
25.01.2016Commerzbank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Plus ins Wochenende -- Dow: Yellen-Effekt verpufft -- US-Wirtschaft wächst schwach -- VW will wohl Milliarden in Batteriefabrik für E-Autos investieren -- SGL, Google und Oracle im Fokus

Bank of America versucht erneut Kreditkartentochter MBNA zu verkaufen. Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen bei Übernahme. Air France tankt nach Sprit-Protesten mehr im Ausland. EU verschärft erneut Sanktionen gegen Nordkorea. Aktionäre von DMG Mori sollen Abfindung von 37,35 Euro erhalten. Yellen: Leitzinserhöhung in den kommenden Monaten angemessen. BMW & Co.: Autobauer rufen in den USA Millionen Wagen zurück.
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?