20.07.2012 20:33

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Spanischer Außenminister: EZB ist eine 'Untergrundbank'


    PALMA DE MALLORCA (dpa-AFX) - Der spanische Außenminister José Manuel García Margallo hat das Vorgehen der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Schuldenkrise mit harten Worten kritisiert. Die EZB sei eine "Untergrundbank", die nichts unternehme, um das Schulden-Feuer zu löschen, sagte der Minister am Freitag in Palma de Mallorca bei einem Treffen von elf EU-Außenministern. Europa braucht seiner Ansicht nach eine viel stärkere Bank als die EZB.

 

    García Margallo warnte, dass die Europäische Union nicht mehr lange weiterbestehen könne, wenn es Länder wie Deutschland gebe, wo die Staatsanleihen praktisch kostenlos seien, während andere Länder enorme Risikoaufschläge bezahlen müssten. Es sei unannehmbar, dass Länder wie Spanien und Italien, die sich wirklich bemühten, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen und von den Bürgern wichtige Opfer verlangten, von "ungebremsten Spekulanten" bestraft würden. Die EU brauche einen "Deich, der die Spekulation eindämmen kann". Dieser Deich sollte die EZB sein oder ein künftiger Rettungsmechanismus, der eine Schwäche des Euro verhindern solle.

 

    Das derzeitige Niveau der Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen ist nach Auffassung von García Margallo "nicht tragbar". Die Situation sei für Spanien "unhaltbar."/pe/DP/he

 

Kommentare zu diesem Artikel

ottnang schrieb:
21.07.2012 11:39:52

Die Spanier haben es nötig, den Mund so voll zu nehmen. Haben sie doch mehr als zehn Jahre im Schuldenmachen geschwelgt. Aber wir: WIR HELFEN nach dem Motto: UNDANK IST DER WELT LOHN.

hotWolf schrieb:
20.07.2012 20:50:21

Unhaltbar? So ist es, wenn man auf Schulden zu sehr angewiesen ist und zusätzlich mit 100Mrd. gestützt werden muß. Ungerecht ist das nicht. Und keine Angst - mit dem Irrsinn, wie Deutschland sich in die Retterei reinsteigert, sind wir auch bald soweit.

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