27.11.2012 20:57
Bewerten
 (0)

Sparkassenverband: Staatsanwaltschaft will LBBW-Vorstände anklagen

    STUTTGART (dpa-AFX) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart will nach Angaben des baden-württembergischen Sparkassenverbandes Anklage gegen fünf ehemalige und zwei amtierende Vorstandsmitglieder der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erheben. Ein Sprecher des Verbandes bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch). Die Staatsanwaltschaft und die LBBW wollten sich am Dienstag nicht dazu äußern.

 

    Die beiden betroffenen aktiven Vorstände der Landesbank würden weiterhin das uneingeschränkte Vertrauen der Sparkassen genießen, erklärte Baden-Württembergs Sparkassenpräsident Peter Schneider in einer Stellungnahme.

 

    Den Beschuldigten wird nach Angaben der Zeitung unter anderem vorgeworfen, die Geschäftsabschlüsse der Jahre 2005 und 2006 geschönt zu haben. Die Zweckgesellschaften der Bank sollen demnach nicht mit in die Bilanzen einbezogen worden sein. Auch gegen die Wirtschaftsprüfer, die die entsprechenden Bilanzen gebilligt hatten, soll dem Bericht zufolge Anklage erhoben werden.

 

    Der Vorwurf der schweren Untreue wurde nach Angaben des Sparkassenverbandes dagegen fallen gelassen. "Wir sind froh, dass sich der Vorwurf der Untreue, der Auslöser der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war, nicht erhärtet hat", erklärte Schneider. "Dass die Staatsanwaltschaft stattdessen jetzt auf Fragen der Bilanzierung abhebt, nehmen wir zur Kenntnis."

 

    Die Landesbank war in der Finanzkrise in Schieflage geraten und von den Eignern - der Stadt Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg und den Südwest-Sparkassen - massiv gestützt worden./kst/DP/he

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Titel entwickelten sich im Jahr 2014 am besten?

Diese Artikel waren auf finanzen.net 2014 am beliebtesten

Hier ist der Schuldenstand besonders hoch

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

mehr Top Rankings

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?