10.09.2012 10:57
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Deutsche Bank will im Investmentbanking noch mehr sparen

Sparmaßnahmen verschärft
Die Führungsspitze der Deutschen Bank will einem Bericht des "Spiegels" zufolge noch umfassendere Sparpläne vorlegen. Betroffen sei insbesondere das Investmentbanking,
Demnach wollen die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen etwa in London Standorte zusammenlegen und Gebäude verkaufen. In anderen Städten sollten ebenfalls die Kosten für Immobilien gesenkt werden. Zudem sei vorgesehen, Vergütungsmodelle weit über das bisher bekannte Ausmaß zu reformieren und die Entwicklung neuer Produkte zu zentralisieren.

Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte dies am Sonntag nicht kommentieren. Er verwies auf eine Pressekonferenz an diesem Dienstag. Bereits Ende Juli hatte die Deutsche Bank angekündigt, 1.900 Stellen zu streichen, davon 1.500 im Investmentbanking. Insgesamt sind bei Deutschlands größter Bank gut 100.000 Menschen beschäftigt. Langfristig wollen Jain/Fischen die Kosten um drei Milliarden Euro pro Jahr drücken.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) will die Bank zudem ihre Bonus-Regeln neu fassen. Für Boni sollten künftig neben den Geschäftszahlen auch der "gute Umgang" mit den Mitarbeitern sowie die Kundenorientierung eine Rolle spielen, schreibt das Blatt unter Berufung auf informierte Kreisen. Ein Sprecher der Deutschen Bank habe zu diesem Thema auf die Pressekonferenz an diesem Dienstag verwiesen. Betriebsräte werden von der "SZ" mit den Worten zitiert: "Wenn diese Pläne umgesetzt werden, wäre das ein wirklicher Kulturwandel in der Bank." Jain hatte Ende Juli die Devise ausgegeben, dass die Bankenindustrie einen Kulturwandel brauche, bei dem der Branchenprimus eine Vorreiterrolle spielen wolle.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Deutsche Bank AG
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