29.08.2012 12:01
Bewerten
 (2)

Troika-Bericht erst im November - Sparen am Militär

Sparprogramm Griechenland
Griechenlands neuer Premierminister Antonis Samaras will laut einem Pressebericht den Militäretat seine Landes noch einmal kräftig kürzen und so einen Teil der griechischen Haushaltslücke von mindestens 11,5 Milliarden Euro füllen.
Das habe Samaras Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker bei dessen Besuch vergangene Woche in Athen angekündigt, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) und beruft sich dabei auf EU-Kreise in Brüssel. Außerdem werde die Troika ihren Bericht zu Griechenland möglicherweise erst im November vorlegen.

 Der neue griechische Premier habe bei Juncker und anderen hochrangigen Gesprächspartnern neues Vertrauen gewinnen können, hieß es in dem Zeitungsbericht. "Er macht einen ganz ausgezeichneten Eindruck", sagte ein hochrangiger EU-Diplomat. Die Wandlung des einstigen Blockierers Samaras in einen überzeugten Reformer sei "wirklich erstaunlich".

    Der Ministerpräsident wolle das Richtige und er vermittle den Eindruck, dass er es politisch auch durchsetzen könne, berichtet das "Handelsblatt" weiter Berufung auf die EU-Kreise. Außerdem gehe Samaras endlich ernsthaft gegen Steuerhinterziehung vor.

   Wie es es laut Kreisen weiter hieß, könnte sich der Bericht der Troika aus Experten der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Stand der Sparbemühungen in Griechenland weiter verzögern. Der ursprünglich bereits für September vorgesehene Bericht "werden womöglich erst im November kommen", berichtet das "Handelsblatt" und beruft sich hierbei auf Kreise in Brüssel und Berlin.

   Auch beim Internationalen Währungsfonds (IWF) scheint sich in der Bewertung des finanziell schwer angeschlagenen Eurolands einiges zu ändern. "Die neue griechische Regierung scheint wirklich ernst zu machen mit den Strukturreformen", sagte ein IWF-Experte dem "Handelsblatt".

    DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Bildquellen: Santiago Cornejo / Shutterstock.com, istock/Aleksandar Nakic
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX tiefrot -- Deutsche-Bank-Kunden ziehen wohl Einlagen in Milliardenhöhe ab -- Chinesen wollen offenbar OSRAM übernehmen -- QUALCOMM will NXP kaufen

Zerschlagung von Wells Fargo gefordert. Tesla: Autopilot schuldlos an Unfall auf deutscher Autobahn. Monopolkommission erwartet lange Prüfung von Bayers Monsanto-Kauf. Fed-Chefin: Ankauf von Aktien und Bonds könnte bei Abschwung helfen. va-Q-tec schlägt Aktien in der Mitte der Preisspanne los.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?