Von April bis Juni fiel der Umsatz um neun Prozent auf 15,1 Milliarden
Dollar (rund 12,3 Mrd. Euro), wie der
Bayer-Konkurrent am Dienstag in New York mitteilte. Vor allem der Umsatz des Blutfettsenkers Lipitor, dem immer noch wichtigsten Medikament von
Pfizer, brach um mehr als 50 Prozent ein. Geringere Kosten für Restrukturierung und Abschreibungen sowie Einsparungen trieben den Gewinn im zweiten Quartal dagegen um ein Viertel auf 3,2 Milliarden Dollar. Vor Sonderposten wies Pfizer ein Ergebnis je
Aktie von 0,62 US-Dollar nach 0,59 Dollar im Vorjahr aus und übertraf bei dieser Kennzahl ebenso wie beim Umsatz die Erwartungen des Marktes.
Weil dem US-Konzern entsprechende Neuentwicklungen fehlen, brechen schwierige Zeiten an. Ian Read bekräftigte den jüngst in Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Babynahrungssparte an den schweizerischen Nahrungsmittel-Konzern Nestlé gesenkten Ausblick für 2012. Der Konzern rechnet mit einem Umsatzrückgang auf 58 bis 60 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn soll bei 2,14 bis 2,24 Dollar liegen. Im Vorjahr hatte Pfizer noch einen Erlös von 67,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 2,31 Dollar je Aktie in den Büchern stehen.
Wie Pfizer weiter mitteilte, kommt der Börsengang seines Tiergesundheitsgeschäfts gut voran. Das Geschäft soll unter dem Namen Zoetis an die Börse gehen. Geplant ist die Abgabe eines Minderheitsanteils von rund 20 Prozent. Im Frühjahr hatte Pfizer seine Babynahrungssparte bereits an Nestle für 11,8 Milliarden US-Dollar verkauft. Pfizer hat wie viele große Pharmakonzerne mit dem Auslaufen wichtiger Patente für bisher umsatzstarke Medikamente zu kämpfen und will sich auf das Kerngeschäft mit Medikamenten konzentrieren.
NEW YORK (dpa-AFX) - /ep/wiz