18.06.2013 16:40
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Siemens plant Veräußerungen im kommenden Jahr

Spartenverkäufe
Der Technologiekonzern Siemens dürfte seine geplanten Veräußerungen im kommenden Geschäftsjahr über die Bühne bringen.
Finanzvorstand Joe Kaeser rechnet mit dem Verkauf der Wassersparte, der Airport-Logistik und der Gepäckabfertigung im Geschäftsjahr 2013/14, das im Oktober diesen Jahres beginnt.

   "Was Veräußerungen betrifft, schauen wir uns den Zeitrahmen des Geschäftsjahres 2014 an", sagte Kaeser dem Wall Street Journal in einem Exklusivinterview. Siemens trenne sich von Geschäften, die im Konzern ein Mauerblümchen-Dasein fristen und sich nach Einschätzung von Siemens unter neuen Eigentümern besser entwickeln dürften.

   Der Münchener DAX-Konzern steckt mitten in einem Restrukturierungsprogramm, um seine Gewinnmargen aufzupäppeln. Dazu gehören Einsparungen, der Verkauf renditeschwacher Geschäfte und Zukäufe, um die Präsenz außerhalb Europas zu stärken.

   Im November hatte Siemens angekündigt, die Gesamtkosten um 6 Milliarden Euro zu senken. Im Zuge des Sparprogramms soll bei mehreren Tausend Stellen der Rotstift angesetzt werden.

   Kaeser wollte sich nicht näher zu Aussagen vom März äußern, wonach Siemens offenbar noch in diesem Jahr aus der Partnerschaft mit Nokia bei Nokia Siemens Networks (NSN) aussteigen wolle. Der Telekomausrüster NSN sei "kein Geschäftsbereich, in dem wir irgendein Bestreben haben, zu bleiben", hatte der Finanzvorstand gesagt.

   Analysten bewerten das Joint Venture mit 8 bis 10 Milliarden US-Dollar. Siemens hat sich in den vergangenen Jahren schon von Telekommunikations-Assets getrennt.

   Kaeser sagte nun lediglich, Siemens wolle NSN immer noch verkaufen, aber angesichts eines kürzlichen Turnarounds der Tochter gehe man das Vorhaben langsamer an. "Wir haben keine Eile", sagte Kaeser.

   NSN hatte lange Zeit zu kämpfen, nachhaltig Gewinne zu erzielen. Zu stark ist der Wettbewerb, insbesondere aus Asien mit Konkurrenten wie Huawei oder ZTE. Im vierten Quartal 2012 erzielte NSN dann aber einen Gewinn von rund 252 Millionen Euro, auch das erste Quartal 2013 brachte schwarze Zahlen. Im Zuge der Restrukturierung hat der Telekomausrüster etwa ein Viertel der Stellen weltweit gestrichen und sich von Geschäftsteilen getrennt.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: A.Penkov / Shutterstock
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