Griechenland verfehlt erneut seine Sparziele

Die Forderungen der griechischen Regierung nach einem Aufschub der Sparziele um zwei Jahre lehne die Bundesregierung als "völlig inakzeptabel" ab, schreibt die Zeitung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe gegenüber führenden Koalitionären versichert, dass Griechenland maximal einige Wochen Aufschub bei der Umsetzung der Defizitziele gewährt werden könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise.
Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, mahnte die Regierung in Athen zur raschen Umsetzung der Reformen. "Griechenland muss sich endlich auch helfen lassen, die Reformen anpacken und Bedingungen für Investitionen schaffen. Sonst geht es nicht. Ein Land kann nicht dauerhaft die Wirtschaftskraft eines gesamten Währungsverbunds lähmen", sagte Keitel der Zeitung. Der Industriepräsident forderte zugleich ein umfassendes Wirtschaftsprogramm für Griechenland. "Wir brauchen ein europäisch koordiniertes, von den Regierungen und der Wirtschaft befristetes Wirtschaftsprogramm für dieses Land", sagte Keitel. Der BDI würde sich daran beteiligen.
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Der Europäische Fiskalpakt regelt vertraglich die Fiskalpolitik der Mitgliedsländer. In einer Fiskalunion treffen die Regierungen der beteiligten Länder Entscheidungen über Ausgaben, Steuern und Abgaben gemeinsam. Im Vertrag verankert sind nationale Schuldenbremsen und die Verpflichtung zu strenger Haushaltsdisziplin. Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU)- ausgenommen Großbritannien und Tschechien - haben den Fiskalpakt unterzeichnet.
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