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13.07.2012 07:35

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SPARVORGABEN VERFEHLT

Griechenland verfehlt erneut seine Sparziele


Das pleitebedrohte Grichenland hat nach dem neuesten Bericht der internationalen Geldgeber seine Sanierungsziele wiederholt massiv verfehlt.

Der vorläufige Bericht der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank über die Umsetzungen der Reformen in Griechenland zeichnet einem Pressebericht zufolge ein katastrophales Bild der Lage in Athen. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post unter Berufung auf Regierungskreise. Aus dem Bericht gehe hervor, dass die griechische Regierung 210 von rund 300 Sparvorgaben nicht erfüllt habe, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein Regierungsmitglied, das mit dem Bericht vertraut ist. Bei den Privatisierungen würden dieses Jahr nur zwei Maßnahmen mit einem Volumen eines niedrigen zweistelligen Millionenbetrags umgesetzt.

Die Forderungen der griechischen Regierung nach einem Aufschub der Sparziele um zwei Jahre lehne die Bundesregierung als "völlig inakzeptabel" ab, schreibt die Zeitung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe gegenüber führenden Koalitionären versichert, dass Griechenland maximal einige Wochen Aufschub bei der Umsetzung der Defizitziele gewährt werden könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, mahnte die Regierung in Athen zur raschen Umsetzung der Reformen. "Griechenland muss sich endlich auch helfen lassen, die Reformen anpacken und Bedingungen für Investitionen schaffen. Sonst geht es nicht. Ein Land kann nicht dauerhaft die Wirtschaftskraft eines gesamten Währungsverbunds lähmen", sagte Keitel der Zeitung. Der Industriepräsident forderte zugleich ein umfassendes Wirtschaftsprogramm für Griechenland. "Wir brauchen ein europäisch koordiniertes, von den Regierungen und der Wirtschaft befristetes Wirtschaftsprogramm für dieses Land", sagte Keitel. Der BDI würde sich daran beteiligen.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 05 AM EDT 07-13-12

Die wichtigsten Krisenbegriffe:

 

Platz 5: Fiskalpakt

Der Europäische Fiskalpakt regelt vertraglich die Fiskalpolitik der Mitgliedsländer. In einer Fiskalunion treffen die Regierungen der beteiligten Länder Entscheidungen über Ausgaben, Steuern und Abgaben gemeinsam. Im Vertrag verankert sind nationale Schuldenbremsen und die Verpflichtung zu strenger Haushaltsdisziplin. Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU)- ausgenommen Großbritannien und Tschechien - haben den Fiskalpakt unterzeichnet.

Bildquellen: iStock

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Kommentare zu diesem Artikel

AndreasN2 schrieb:
13.07.2012 14:35:00

Ich finde die können diese Dreckswährung ruhig behalten... Solange wir die D-Mark wiederkriegen!

belfegore schrieb:
13.07.2012 12:53:10

Verheugen hat es so gewollt! lobet ihn.

Holgison schrieb:
13.07.2012 10:50:37

Rausschmeißen! Glaubt doch wirklich keiner mehr ernsthaft das die jemals was selbst gebacken bekommen. Helfen lassen tun die sich auch nur wenn es um Geld geht. Ansonsten Beratungsresistent. Ob die den Euro wollen sollte uns egal sein. Wir wollen die nicht mehr im Euro.

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