Seit Dezember ist Leben im Kurs. Lief die Aktie von
SQS Software Quality Systems seit März 2010 in einer engen Handelsspanne seitwärts, so gab es seit Ende 2010 zwischenzeitlich deutliche Kursgewinne bei der Aktie des Experten für Softwaretests.
Die Notierung legte innerhalb von drei Monaten um bis zu 35 Prozent zu. Von diesen Hochs im März und Anfang Mai hat der Titel nun aber wieder deutlich korrigiert, etwa 15 Prozent an Wert verloren und hängt seit einigen Wochen im Bereich der starken Unterstützungszone um 2,40 Euro fest.
Erstaunlich ist, dass Unternehmenschef Rudolf van Megen erst vor wenigen Tagen die geplante Aufstockung der Mitarbeiterzahl um 700 Personen in diesem Jahr meldete – eine Personalexpansion um ein Drittel. Der Grund für den starken Personalaufbau ist das stramme Wachstum des Kölner Unternehmens. Im vergangenen Jahr steigerten die Rheinländer den Umsatz um 21,2 Prozent auf 162,9 Millionen Euro. SQS profitiert vom starken Wachstum im Markt für das Testen und die Qualitätssicherung von Software. Besonders starke Perspektiven gibt es im neuen Geschäftsfeld Managed Testing Services. Hierbei lagern Unternehmen ihre fortlaufenden Tests für Software – etwa nach einem Update – an externe Dienstleister wie SQS aus. Obwohl diese Dienstleistung bis vor wenigen Jahren gar nicht existierte, erzielte SQS im vergangenen Jahr bereits elf Prozent des Umsatzes in dem neuen Geschäftsfeld. Ursprünglich war im Vergleich zu 2009 eigentlich nur eine Verdopplung auf etwa sechs Prozent Umsatzanteil geplant. Dass dieser Service bei Firmen stark gefragt ist, zeigen die jüngsten Auftragseingänge. Im vergangenen Jahr schloss der IT-Experte Verträge im Umfang von mehr als 50 Millionen Euro ab. Seit Anfang des Jahres bis 2013 lagert der Schweizer Telekomanbieter Sunrise Regressionstests an die Kölner aus. Auch Centrica, ein führendes Energieunternehmen in Großbritannien, betreibt seit April diese Form des Outsourcings, mit einer Laufzeit von zunächst zwölf Monaten und einem Volumen von mehr als neun Millionen Euro.

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Dieses Geschäftsmodell hat für SQS einen großen Vorteil: Es läuft meist über mehrere Jahre und liefert damit gut planbare und stabile Erträge. In den nächsten Jahren soll bereits die Hälfte der Umsätze aus diesem neuen Segment stammen.
Bisher peilt SQS für 2013 einen Umsatz von 200 Millionen Euro an. Nach dem Umsatzschub im vergangenen Jahr und der jüngsten Orderflut dürfte dieses Ziel locker erreicht werden. Ein vielsagendes Indiz für die hohen Erwartungen des Managements an die Managed Services ist der massive Personalaufbau.
Wegen der hohen Zuwächse steuert SQS 2011 auf einen erwarteten Gewinn von etwa 30 Cent je Aktie zu. Daraus errechnet sich ein bescheidenes KGV von acht. Anleger können die laufende Konsolidierungsphase der Aktie zum Einstieg nutzen.
Viel Wachstum für wenig Geld
Schon seit Jahren wächst SQS profitabel im zweistelligen Prozentbereich. Die Aktie ist mit einem KGV von acht ein klarer Kauf.
SQS Software Quality Systems
Kurs (17.06.11): 2,43 Euro
Kursziel: 3,50 Euro
Stop-Loss: 1,80 Euro
Bildquellen: Klicker/Pixelio