09.12.2012 17:16
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'Spiegel': Deutsche Brustimplantat-Opfer wollen Schadenersatz

    BERLIN (dpa-AFX) - Im Skandal um minderwertige Brustimplantate wollen einige deutsche Opfer laut "Spiegel" versuchen, Schadenersatz über einen französischen Entschädigungsfonds bekommen. So vertrete der Berliner Medizinrechtler Jörg Heynemann 20 Betroffene. In Frankreich könnten sie zwar in der Regel nur 5.000 Euro erwarten, sagte er dem Magazin. "Aber auf diese Weise gehen sie wenigstens nicht leer aus." Für Nachfragen war der Anwalt am Sonntag nicht zu erreichen.

 

    Die französische Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hatte jahrelang Implantate aus billigem Industriesilikon verkauft. Weltweit sollen Hunderttausende Frauen betroffen sein, davon rund 5.000 in Deutschland. Mehrere Frauen in Frankreich sind an Krebs erkrankt. Ein Zusammenhang wird befürchtet, Beweise gibt es nicht.

 

    Derzeit klagt eine 40-Jährige vor dem Landgericht Karlsruhe unter anderem gegen ihren Arzt, den Haftpflichtversicherer von PIP und den TÜV Rheinland. Im PIP-Strafprozess in Frankreich treten drei deutsche Frauen als Nebenklägerinnen auf./jum/DP/he

 

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