von Jörg Bernhard
Dies liegt allerdings daran, dass das Geschäftsjahr bei Nike am 31. Mai endet. Beim letzten Update meldete das Management für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg in Höhe von 15 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar, beim Gewinn pro Aktie gab es einen Anstieg um 11 Prozent auf 1,20 Dollar zu vermelden. Dem Aktienkurs halfen die Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich nicht. Seit der letzten Veröffentlichung von Quartalszahlen hat die Aktie rund fünf Prozent an Wert verloren.
Analysten erwarten leichtes Gewinnplus
Im Durchschnitt rechnen die Analysten für Q4 2012 mit einem Anstieg des Gewinns pro Aktie von 1,20 Dollar (Q3) auf 1,38 Dollar. Drei Monate zuvor lag der prognostizierte Erwartungswert noch bei 1,42 Dollar. Grundsätzlich sind die Aktienexperten jedoch überwiegend optimistisch gestimmt. 12 Analysten stufen den Wert mit „Buy“ ein, 3 vergeben ein „Overweight“ und 7 Experten sehen den Titel lediglich als „Hold“. Zum Untergewichten oder gar Verkauf rät hingegen keiner. Die ausgesprochenen Kursziele reichen von 104 bis 130 Dollar und ergeben einen Durchschnittswert von 122,21 Dollar. Auf Basis des aktuellen Schlusskurses vom Freitag in Höhe von 99,40 Dollar entspräche dies einem Kurspotenzial in Höhe von 23 Prozent. Vergleicht man das US-Unternehmen Nike mit dem DAX-Wert Adidas fällt bei der Analyse traditioneller Kennzahlen wie KGV und Dividendenrendite auf, dass der Sportartikelhersteller aus dem fränkischen Herzogenaurach trotz seiner rasanten Kursrally günstiger bewertet ist. Dessen KGV (2012: 15,2) und Dividendenrendite (2012: 2,1 Prozent) fällt markant besser als bei Nike (20,5 versus 1,5 Prozent) aus. Deutsche Börsianer dürften am Donnerstag gebannt in Richtung USA blicken, schließlich gibt es mit Adidas und Puma gleich zwei Alternativen.