06.12.2012 16:49
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Staatsanwalt stellt Ermittlungen gegen Claasen teilweise ein

   Von Jan Hromadko

   FRANKFURT--ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Claasen kann etwas aufatmen. Die Staatsanwaltschaft Essen hat ihre anfänglichen Ermittlungen gegen den Topmanager des Stahlkonzerns zumindest teilweise eingestellt. Dem Manager waren Unregelmäßigkeiten bei Reisekostenabrechnungen vorgeworfen worden, er soll mit und ohne Journalisten Luxusreisen unternommen haben. Hier hätten sich jedoch keine Beweise für ein strafrechtliches Vergehen gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit.

   Wegen des Vorwurfs der Veruntreuung werde weiter ermittelt. Claasen soll laut Presseberichten private Kosten während einer Geschäftsreise in die USA nicht sauber abgerechnet habe.

   Der Manager, der im ThyssenKrupp-Führungsgremium unter anderem für Compliance zuständig ist, hatte den Aufsichtsrat vergangenes Wochenende gebeten, ihn wegen der laufenden Untersuchungen bis auf Weiteres von seinen Vorstandsaufgaben zu entbinden. Am Mittwochabend teilte ThyssenKrupp dann mit, dass drei Manager - darunter auch Claasen - den Konzern zum Jahresende verlassen werden.

   Die beiden anderen Manager gehen im Zusammenhang mit dem Debakel um das Stahlgeschäft in Brasilien und den USA, das riesige Verluste angehäuft hat. Zudem sieht sich ThyssenKrupp mit der Aufdeckung einer Reihe von Korruptions- und Kartellfällen konfrontiert.

   "Durch diesen Schritt möchte ich angesichts der derzeitigen öffentlichen Berichterstattung Schaden vom Unternehmen fernhalten, dem ich mich seit über 28 Jahren tief verbunden fühle", sagte Claassen am Wochenende, ohne auf die Anschuldigungen einzugehen. Claasen war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu den neuesten Entwicklungen zu erreichen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/sha/kla

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   December 06, 2012 10:20 ET (15:20 GMT)

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