02.11.2012 13:00
Bewerten
(3)

Commerzbank nicht mehr systemrelevant - Deutsche Bank am gefährlichsten

Stabilität des Finanzsystem: Commerzbank nicht mehr systemrelevant - Deutsche Bank am gefährlichsten | Nachricht | finanzen.net
Stabilität des Finanzsystem
DRUCKEN
Die Commerzbank gilt international nicht mehr als systemrelevant. Der Verlust von Too-big-to-fail-Status bedeutet einen Prestigeverlust, zeitgleich aber auch eine Erleichterung für das Institut.
Der internationalen Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) strich das zweitgrößte deutsche Institut am Donnerstag von der vor einem Jahr erstmals veröffentlichten Liste der Geldhäuser, deren Zusammenbruch eine große Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft bedeuten könnte.

 

    Die Deutsche Bank dagegen wurde in der Liste ganz nach oben gesetzt und zählt damit zu den potenziell gefährlichsten Instituten für die Stabilität des Finanzsystems. Das Gremium stufte die größten Banken anders als vor einem Jahr nicht mehr pauschal ein, sondern bildete insgesamt fünf Risikogruppen. Dabei blieb die oberste Kategorie, die potenziell 3,5 Prozentpunkte mehr Kapital als Risikopuffer vorhalten muss als nicht systemrelevante Institute, leer.

 PRESTIGEVERLUST UND ERLEICHTERUNG FÜR COMMERZBANK

  Die Deutsche Bank wurde zusammen mit den US-Banken Citigroup und JPMorgan Chase sowie der britischen HSBC in Gruppe 4 eingestuft. Sie muss nach Empfehlung des FSB damit künftig 2,5 Prozentpunkte mehr Kapital aufbauen. Eine Kategorie tiefer rangieren die französische BNP Paribas und die britische Barclays, sie müssten 2 Prozentpunkte mehr Kapital aufnehmen.

    Für die seit der Finanzkrise geschrumpfte Commerzbank bedeutet der Verlust des "Too-big-to-fail"-Status zwar einen Prestigeverlust. Sie spielt damit auch offiziell nicht mehr in der Top-Liga der Branche. Zugleich ist das aber eine große Erleichterung. Denn damit dürften künftig weniger strenge Anforderungen für sie gelten, wenn die FSB-Vorschläge auch tatsächlich umgesetzt werden. Im FSB sind die wichtigsten Notenbanken der Welt zusammengeschlossen. Das Gremium soll Vorschläge für Reformen bei der Regulierung der Finanzmärkte erarbeiten.

 28 SYSTEMRELEVANTE BANKEN

 Insgesamt stuft der FSB noch 28 Geldhäuser als systemrelevant ein, bisher waren es 29. Nicht mehr dazu gehören die in der Abwicklung steckende belgisch-französische Bank Dexia und die britische Lloyds. Neu hinzu gekommen sind die spanische BBVA und die britische Standard Chartered.

  Die Commerzbank gab sich gelassen. Sie hatte erst zu Jahresbeginn in einem schmerzhaften Prozess ihr Eigenkapital auf Geheiß der europäischen Bankenaufsicht EBA kräftig steigern müssen und dabei kräftig Risikopositionen abgebaut und die Aufgabe ganzer Geschäftsfelder angekündigt. "Wir haben bewusst in Kauf genommen, dass wir nicht mehr alle Kriterien für die Auswahl global systemrelevanter Banken erfüllen", sagte ein Sprecher. "Wir streben weiterhin an, unsere führende Position bei Privat- und Firmenkunden in Deutschland und Polen zu festigen."

 COMMERZBANK PLANT NEUE STRATEGIE

   Die Commerzbank will in der kommenden Woche ihre neue Strategie vorlegen, wie sie künftig angesichts niedriger Zinsen und eines radikal eingedampften Geschäfts Geld verdienen will. Erst im Sommer hatte das Institut angekündigt, sich komplett aus der Gewerbeimmobilien- und Schiffsfinanzierung zurückzuziehen. Auch die Staatsfinanzierung wird abgewickelt. Dass sie künftig als nicht mehr systemrelevante Bank weniger Kapital vorhalten muss als viele Konkurrenten, kommt der Commerzbank dabei zupass.

    BASEL (dpa-AFX)

So lief das dritte Quartal für die Banken
 

Platz 18: Commerzbank

Die Commerzbank schaffte im dritten Quartal wieder einen operativen Gewinn von 216 Millionen Euro, nach tiefroten Zahlen wegen Griechenland-Abschreibungen im Vorjahreszeitraum. Der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt aber verhalten. Das Institut muss mit milliardenschweren Sparmaßnahmen in der Krise gegensteuern.

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.10.2017Deutsche Bank buyequinet AG
18.10.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
06.10.2017Deutsche Bank neutralRBC Capital Markets
28.09.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
20.10.2017Deutsche Bank buyequinet AG
01.09.2017Deutsche Bank buyequinet AG
31.08.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.07.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
27.07.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
18.10.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
06.10.2017Deutsche Bank neutralRBC Capital Markets
25.09.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
21.09.2017Deutsche Bank HoldHSBC
18.09.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.09.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.09.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
06.09.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
31.08.2017Deutsche Bank UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX rutscht zum Wochenende unter 13.000 -- US-Börsen mit neuen Rekorden -- Daimler meldet operativen Gewinneinbruch -- Bitcoin klettert über 6.000 Dollar-Marke -- PayPal, Atlassian, Apple im Fokus

Evotec-Aktie bricht ein: Lakewood erhöht Leerverkaufsposition. Siemens Gamesa greift nach Gewinnwarnung durch. EU-Mitarbeiter untersuchen BMW-Büros wegen Kartellverdachts. General Electric verfehlt Gewinnerwartungen. Software AG bleibt hinter Erwartungen zurück. Austausch der Aktiengattung der Linde AG im DAX.

Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
GeelyA0CACX
Nordex AGA0D655
Varta AGA0TGJ5
Bitcoin Group SEA1TNV9
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Amazon906866
Siemens AG723610