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08.04.2008 14:03

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Stadt Köln erwägt Finanzhilfe für Sparkasse Köln-Bonn


        KÖLN (dpa-AFX) - Die Stadt Köln erwägt eine Millionenhilfe für die Sparkasse Köln-Bonn, damit sie trotz der Bankenkrise ihre Kreditvergabe nicht einschränken muss. Das sagte am Dienstag der Kölner SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Börschel, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist. Er bestätigte damit einen Bericht der "Kölnischen Rundschau". Allerdings bestritt er, dass das Geld notwendig sei, um die Bank selbst finanziell zu stützen. Die Eigenkapitalquote des Instituts liege stabil bei um die 10 Prozent, sagte er, die Tendenz sei sogar leicht steigend.

 

    "Die mittelständischen Unternehmen leiden darunter, dass sie keinen Kredit mehr bekommen", erläuterte er. Das zusätzliche Geld von der Stadt solle sicherstellen, dass die Sparkasse erst gar nicht auf die Kreditbremse trete. Aus unterrichteter Quelle wurde bestätigt, dass - wie von der "Kölnischen Rundschau" vermeldet - an eine Finanzhilfe von 200 Millionen Euro gedacht ist.

 

    Ein Sprecher der Sparkasse betonte, das Institut sei auf keinerlei Kapitalzufuhr zur Erhöhung seiner Eigenkapitalquote angewiesen. Diese liege bei 10,2 Prozent, und "das ist vollkommen in Ordnung". Der Ertrag der Sparkasse Köln-Bonn war im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen. Grund dafür waren die Schieflage der WestLB, Wertpapiereinbußen und risikoreiche Beteiligungen. Nur mit einem tiefen Griff in die stillen Reserven konnte ein Abrutschen in die roten Zahlen verhindert werden. /cd/DP/sb

 

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