17.11.2012 10:54
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Stahlverbands-Chef sieht 100.000 Stellen in Gefahr

    DUISBURG/LINZ (dpa-AFX) - Durch den Abbau von Überkapazitäten beim Stahl sieht der Präsident des europäischen Branchenverbands Eurofer, Wolfgang Eder, bis zu 100 000 Arbeitsplätze in Gefahr. Schätzungen gingen davon aus, dass im Zuge einer Anpassung der Kapazitäten an den langfristigen Bedarf von den europaweit rund 400 000 Arbeitsplätzen der Branche "20 bis 25 Prozent" gestrichen werden müssten, sagte Eder, der auch Chef des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine (VOGT electronic) ist.

 

    Die Stahl-Branche in Europa sei derzeit lediglich zu "70 bis 75 Prozent" ausgelastet. Bei einer Rohstahlkapazität von rund 210 Millionen Tonnen liege der Verbrauch 2012 lediglich bei "140 bis 145" Millionen Tonnen, sagte Eder. Auch in Zeiten einer besseren Konjunktur sei realistischer Weise ein Bedarf von lediglich "150 bis 160 Millionen Tonnen" in Europa zu erwarten.

 

    In Deutschland ist nach Angaben der Düsseldorfer Wirtschaftsvereinigung Stahl die Rohstahlkapazitäten derzeit zu rund 85 Prozent ausgelastet. Der deutsche Branchenverband geht von einer "stabilen Beschäftigung" unter den rund 90 000 Beschäftigten aus./uta/DP/stk

 

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