aktualisiert: 12.11.2012 16:19
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Eigenkapitalforum startet: Große Bühne für kleine Werte

Eigenkapitalforum startet: Große Bühne für kleine Werte
Starke Nebenwerte
Auf dem Eigenkapitalforum, das ab dem heutigen Montag in Frankfurt stattfindet, werden Kurse gemacht. €uro am Sonntag hörte sich in der Nebenwerteszene um und stellt fünf Aktien vor, die bei Anlegern punkten könnten.
€uro am Sonntag

von Lars Winter, Euro am Sonntag

Auf dem Deutschen Eigenkapitalforum (EKF) trifft sich in der kommenden Woche die hiesige Nebenwerteszene zum alljährlichen Stelldichein. Auf der wichtigsten und größten Small- und Mid-Cap-Veranstaltung des Jahres präsentieren sich von Montag bis Mittwoch im Frankfurter Kongresszentrum über 200 kleine und mittelgroße Aktiengesellschaften vor rund 6000 Investoren, Analysten und Nebenwertefans. €uro am Sonntag wagte einen Blick nach vorn und stellt in der aktuellen Ausgabe einige Aktien vor, die im Rahmen des Nebenwerteforums in Bewegung kommen könnten.

Für einen zweistelligen Kurssprung gut ist die Aktie des Windparkprojektierers PNE Wind. Die Firma legte zu Wochenbeginn gute Zahlen zum dritten Quartal vor, in denen auch eine erste Meilensteinzahlung des dänischen Versorgers Dong aus dem Verkauf des Gode-Wind-Parks enthalten war. Die ersten 57 Millionen Euro da­raus sind im dritten Quartal geflossen, weitere 100 Millionen Euro werden in den kommenden Monaten folgen. Was PNE mit dem Geldsegen anfangen wird und welche Projekte in Zukunft noch realisiert werden sollen, erläutert Firmenchef Martin Billhardt am 14. November auf dem EKF.

Viele Investoren dürften dann wahrnehmen, dass das Projekt Gode Wind angesichts der prall gefüllten Auftragsbücher keine Eintagsfliege war und die Aktie gemessen an den Wachstumsperspektiven mit einem geschätzten 2013er-Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von vier sehr günstig ist. Spricht sich die attraktive Bewertung und eine mögliche Dividendenerhöhung auf zehn Cent (Rendite 4,8 Prozent) herum, sind noch hohe Kursgewinne drin.

Stattliche Kursgewinne verzeichnete bereits die Aktie von Nanogate. Der Oberflächenbeschichter profitierte von zahlreichen Großaufträgen, vor allem zu den Schwerpunktthemen Energieeffizienz und Kunststoffveredelung. Wie es in Nebenwertekreisen heißt, soll in Kürze in beiden Geschäftsfeldern ein weiterer technologischer Durchbruch erzielt werden. Obwohl der Kurs von diesen Erwartungen schon einiges vorweggenommen hat, erscheint die Notierung noch nicht ausgereizt, zumal Nanogate Gerüchten zufolge Anfang kommender Woche — pünktlich zum Eigenkapitalforum — mit neuen Großaufträgen bei Investoren punkten will.

Hohes Kurspotenzial trauen wir auch der Aktie des IT-Dienstleisters Quanmax zu. Firmenchef Hannes Niederhauser wird am Mittwoch auf dem EKF präsentieren und dort vor allem über das zukünftige Wachstumspotenzial des Unternehmens durch die Fusion mit der Firma S & T berichten. Die Verschmelzung soll, so hören wir, im Dezember auf einer Hauptversammlung endgültig abgesegnet werden. Dann ist auch die Umfirmierung in S & T geplant. Die Kosten für die Verschmelzung beeinflussen die Prognose für 2012 nicht.

Quanmax rechnet weiterhin mit Erlösen von 330 Millionen Euro und einem Nettogewinn von über zehn Millionen Euro. Die vereinfachte Konzernstruktur und Synergieeffekte sollen ab 2013 zu hohen Kosteneinsparungen führen und die Profitabilität verbessern. Die Aktie ist günstig bewertet und wird obendrein als potenzieller TecDAX-Kandidat gehandelt. Diese Fakten sollten auf dem Eigenkapitalforum einige Neueinsteiger überzeugen.

Interesse bei Anlegern könnte auch der IT-Dienstleister Datagroup wecken. Das Unternehmen wird, so munkeln Firmenkenner, am Montagnachmittag kurz vor der Präsentation auf dem EKF die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2011/12 (per 30. September) vorlegen. Wie es heißt, sei das Zahlenwerk erneut durch starkes Wachstum geprägt. Der Umsatz habe die eigene Unternehmenserwartung von deutlich über 140 Millionen Euro klar überschritten, zudem sei ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von gut neun (Vorjahr: sechs) Millionen Euro erzielt worden. Laut Einschätzung von Experten ist ein Ende des Wachstums damit aber noch nicht in Sicht. Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwarten im kommenden Jahr einen Erlösanstieg auf 166 Millionen Euro und einen Ergebnissprung auf über 13 Millionen Euro. Trotz der guten Aussichten ist der Titel mit einem geschätzten KGV von sieben noch günstig zu haben und könnte auf dem EKF den einen oder anderen Schnäppchenjäger anlocken.

Die Aktie von Schaltbau wird fundamental ebenfalls noch attraktiv bewertet. Auch deshalb wird der Spezialist für Verkehrs- und Türtechnik, der sich auf dem EKF am 12. November präsentieren wird, in Nebenwertekreisen als heißer Übernahmekandidat gehandelt. Als potenzieller Aufkäufer kommt dem Vernehmen nach der Bahntechnikkonzern Vossloh in Betracht, der schon seit geraumer Zeit an der Übernahme von Schaltbau arbeite und nun auf der Zielgeraden sei.

Schaltbau würde strategisch gut zu Voss­loh passen. Der MDAX-Konzern könnte durch einen Zukauf seine begrenzten Wachstumsmöglichkeiten im Bestands­geschäft indirekt erweitern und neue Geschäftsfelder, etwa im öffentlichen Nahverkehr, erschließen. Dass sich das Management auf dem Eigenkapitalforum zu den Übernahmespekulationen äußern wird, ist zwar unwahrscheinlich, dennoch wird das Gerücht am Rand der Konferenz für reichlich Getuschel bei Investoren sorgen. Zumal ein mögliches Übernahme­angebot laut Gerüchten bei deutlich über 30 Euro erwartet wird.

Diese Aktien könnten auf dem Eigenkapitalforum bei Anlegern punkten

Datagroup: ISIN DE000A0JC8S7
Nanogate: ISIN DE000A0JKHC9
PNE Wind: ISIN DE000A0JBPG2
Quanmax: ISIN AT0000A0E9W5
Schaltbau: ISIN DE0007170300

Bildquellen: Christian Colista / Shutterstock.com, istock/Ulf Gähme

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