Im Vorjahreszeitraum hatte das vom Deutschen Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen unter dem Strich noch 322 Millionen US-Dollar verdient.
Die Nachfrage nach Aluminium sei allerdings weiterhin stark und das Angebot knapp, erklärte Kleinfeld am späten Montag (Ortszeit) in New York. Besonders die Autoindustrie und die Flugzeugbauer fragten das Metall nach. Angesichts der gesunkenen Preise schrumpfte der Umsatz nichtsdestotrotz um 9 Prozent auf knapp 6 Milliarden Dollar.
Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 6 Cents je Aktie und einen Umsatz von 5,81 Mrd. US-Dollar erwartet. Für das laufende dritte Quartal 2012 gehen die Analysten derzeit von einem Gewinn von 12 Cents je Aktie bei Umsätzen von 6,05 Mrd. US-Dollar aus. Für das laufende Jahr erwartet Alcoa weiterhin ein Wachstum der weltweiten Aluminiumnachfrage um 7 Prozent.
GRADMESSER FÜR DIE KONJUNKTUR
Alcoa gilt wegen der breiten Verwendung von Aluminium als ein Gradmesser für die Konjunktur. Im Auto wird Aluminium etwa für Motorblöcke eingesetzt, bei Flugzeugen für den Rumpf. Auf der gerade gestarteten wichtigen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough werden zahlreiche Großaufträge erwartet.
Alcoa ist traditionell der erste bedeutende US-Konzern, der seine Zwischenbilanz veröffentlicht. Weil die Analysten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet hatten, stieg die Aktie nachbörslich leicht. Im Laufe dieser Woche stehen unter anderem noch die Geschäftszahlen der Großbanken JPMorgan Chase und Wells Fargo an. Die deutschen Unternehmen legen ihre Berichte etwas später vor./
NEW YORK (dpa-AFX)
Bildquellen: Alcoa