27.12.2012 12:20

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Stellvertretender Premier: Großbritannien muss in EU bleiben


    LONDON (dpa-AFX) - Der stellvertretende britische Regierungschef Nick Clegg hat der Konservativen Partei seines Koalitionspartners und Premierministers David Cameron "Schattenboxen" in der Europapolitik vorgeworfen. Statt sich aktiv an der Lösung der Krise in der Europäischen Union zu beteiligen, wolle Cameron über die Rückgewinnung von Macht aus Brüssel verhandeln, sagte Clegg in einem Interview mit dem "Guardian" (Donnerstag). "Damit spannt man den Karren vor das Pferd", sagte Clegg.

 

    Großbritannien müsse nicht nur in der EU bleiben, sondern in der Gemeinschaft auch eine Führungsrolle einnehmen, forderte Clegg, der als überzeugter Europäer gilt. In Großbritannien war die mehrheitlich europakritische Grundhaltung vor allem im konservativen Lager zuletzt immer deutlicher geworden. Cameron, der im Januar eine Grundsatzrede zu Europa halten will, kündigte ein Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der Union an. Er gab damit dem rechten Lager in seiner Partei nach.

 

    Nach einer Umfrage im Auftrag des "Guardian" sind inzwischen 51 Prozent der Briten für einen Austritt aus der EU. Nur 40 Prozent sind für einen Verbleib ihres Landes in der Gemeinschaft. Großbritannien war in den vergangenen Monaten in Brüssel häufiger als Bremser aufgetreten. Als eines von nur zwei der 27 Mitgliedsländer verweigerten die Briten ihre Zustimmung zum EU-Fiskalpakt. Cameron will versuchen, Sonderregelungen für Großbritannien herauszuholen. Dies wird von den anderen EU-Mitgliedsstaaten weitgehend abgelehnt./dm/DP/she

 

Kommentare zu diesem Artikel

khaproperty schrieb:
27.12.2012 16:10:16

Die Engländer gehören zu den Glücklichen neben den anderen, die beim Euro draußen blieben.
Cameron ist auf ihr Wohl vereidigt - und hält sich dran, ganz im Gegesatz zu Merkel, Schäuble und Co. deren Fehler wir längst teuer bezahlen.

lamaro schrieb:
27.12.2012 14:32:56

und tschüss..holt euch eure kohle von der queen

Chartlord schrieb:
27.12.2012 12:56:34

Und tschüss !
Ohne den Euro haben die Briten sowieso nichts in Europa verloren. Der Austritt würde zumindest uns Deutsche in England unter der Marke -Made in Germany- noch mehr Wettbewerbsvorsprung einbringen. Das dann noch weiter abgewertete Pfund würde die Energiekosten extrem steigen lassen.

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