07.06.2013 16:30
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Frankreich weitet Steuerermittlungen auf UBS AG aus

Steuerhinterziehung?
Die französische Justiz verschärft ihr Vorgehen gegen die UBS wegen Steuerhinterziehung.
Die Strafverfolger haben ihre Ermittlungen auf die UBS-Muttergesellschaft in der Schweiz ausgeweitet, wie die zuständige Behörde mitteilte. Erst letzte Woche hatten sie ein formelles Ermittlungsverfahren gegen die französische Tochtergesellschaft UBS France eingeleitet. Sie verdächtigen sie, vermögenden Franzosen geholfen zu haben, Steuerzahlungen umgangen zu haben.

   Konkret ging es darum, ob Mitarbeiter der französischen UBS-Niederlassung ihren Kollegen in der Schweizer Zentrale dabei unterstützt haben, vermögende Franzosen als Kunden zu gewinnen, die daraufhin keine Steuern mehr in Frankreich zahlten. Sie stehen im Verdacht, aktiv an einzelne Franzosen herangetreten zu sein, um sie zu einer Kontoeröffnung in der Schweiz zu bewegen. Nach französischen Gesetzen ist die Kundenakquise im Bankgeschäft in Frankreich ausschließlich Kreditinstituten in Frankreich erlaubt. Nun haben die Behörden auch gegen den Mutterkonzern formelle Anschuldigungen vorgebracht.

   Ein UBS-Sprecher sagte, die Bank werde "weiterhin mit den Behörden in Frankreich im Rahmen der geltenden Gesetze zusammenarbeiten, um in der Angelegenheit zu einer Lösung zu kommen". Die UBS toleriere keine Aktivitäten, die darauf abzielen, Kunden bei der Umgehung ihrer Steuerpflichten zu unterstützen.

   Vor rund vier Jahren waren der UBS ähnliche Ermittlungen der US-Behörden teuer zu stehen gekommen. Die Bank traf mit den USA eine Vereinbarung, unter der sie 780 Millionen US-Dollar Strafe zahlte und zugab, Amerikanern mit Hilfe Schweizer Konten bei der Steuervermeidung geholfen zu haben.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/kla   Dow Jones Newswires Von John Letzing und Ruth Bender

Bildquellen: Pincasso / Shutterstock.com, Simon Zenger / Shutterstock.com

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