28.12.2012 15:13
Bewerten
 (1)

Steuerzahler stützen Banken weiter mit Milliarden

   Der Höhepunkt der Finanzkrise liegt zwar schon einige Jahre zurück, der deutsche Steuerzahler hilft den nationalen Bankhäusern aber weiterhin mit Milliarden aus. Die Stabilisierungshilfen des Bankenrettungsfonds SoFFin summierten sich per Ende November immer noch auf 22,9 Milliarden Euro, wie aus der aktuellen Aufstellung der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung hervorgeht. Hinzu kommen die möglicherweise noch zu tragenden Verluste aus der Abwicklung der Bad Banks der Hypo Real Estate (HRE) und der WestLB.

   Immerhin sind die SoFFin-Stabilisierungshilfen vom Ende des ersten Halbjahres bis November um knapp 8 Milliarden Euro gefallen. Im Dezember hat sich der Betrag weiter reduziert, da die IKB ihre verbliebenen Garantien vorzeitig zurückgezahlt hat.

   Die Hilfen des SoFFin für Banken konzentrieren sich inzwischen mit 18,8 Milliarden Euro auf die Eigenkapitalhilfen - also Stille Einlagen und Beteiligungen. Gut die Hälfte der Eigenkapitalhilfen liegt bei der vollständig verstaatlichten HRE, die während der Finanzkrise als eines der ersten Institute Opfer ihrer eigenen Spekulationen wurde.

   Die Commerzbank profitiert noch von Eigenkapitalhilfen über 6,7 Milliarden Euro, davon noch 1,63 Milliarden als Stille Einlage. Sie war 2009 mit 18 Milliarden vom Staat gerettet worden, hat aber Mitte 2011 einen großen Teil der Hilfen zurückgezahlt. Deutschland hält seit der Rettung etwas mehr als ein Viertel aller Aktien an der Bank.

   Neben den Eigenkapitalhilfen hat der SoFFin noch rund 4 Milliarden Euro an Garantien vergeben. Deren Volumen ist damit verschwindend gering im Vergleich zum Höhepunkt der Finanzkrise, als der SoFFin 168 Milliarden Euro an Garantien ausgereicht hatte. Davon gingen 124 Milliarden Euro auf das Konto der HRE und ihrer Bad Bank. Auch die HSH Nordbank, die Aareal Bank, die BayernLB und die Commerzbank nutzten zu diesem Zeitpunkt noch die Garantien, haben diese aber inzwischen längst zurück geführt.

   Insgesamt kann der Bankenrettungsfonds Kredite in Höhe von maximal 80 Milliarden Euro und Garantien über 400 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Er wurde vor vier Jahren von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um in Schieflage geratene Banken zu stabilisieren. Bis Ende 2009 war es möglich, Hilfen zu beantragen.

   Da die Unsicherheit an den Märkten weiterhin anhält, wurde Ende 2011 eine Reaktivierung des Fonds auf den Weg gebracht, die Ende November 2012 vom Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsmehrheit beschlossen wurde. Jetzt kann der Bankenrettungsfonds bis 2014 Instituten in Deutschland unter die Arme greifen. Verluste werden dabei nun vom Restrukturierungsfonds ausgeglichen, den die Banken mit der zu zahlenden Bankenabgabe selbst mit Geld ausstatten.

   Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@wsj.com

   DJG/aed/jhe/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   December 28, 2012 08:42 ET (13:42 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 42 AM EST 12-28-12

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.02.2017Commerzbank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
10.02.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
10.02.2017Commerzbank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
10.02.2017Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
10.02.2017Commerzbank Strong SellS&P Capital IQ
04.01.2017Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
30.12.2016Commerzbank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
29.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
16.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
04.11.2016Commerzbank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
15.02.2017Commerzbank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
10.02.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
10.02.2017Commerzbank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
10.02.2017Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
09.02.2017Commerzbank Neutralequinet AG
10.02.2017Commerzbank Strong SellS&P Capital IQ
09.02.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
09.02.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
09.02.2017Commerzbank SellUBS AG
09.02.2017Commerzbank UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt mit Gewinn -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- Tesla`s Q4-Umsatz besser als erwartet -- RWE: Hohe Abschreibungen vermiesen Bilanz -- Fresenius, thyssenkrupp im Fokus

Abschreibungen belasten Bayer. US-Notenbank gibt erneut Signale für baldige Leitzinsanhebung. ifo-Index steigt überraschend. US-Banken begleiten angeblich Saudi Aramco an die Börse. Jay-Z legt Risikokapitalfonds auf. Wirecard-Aktie bricht nach Bericht rund sechs Prozent ein. Furcht vor dem Euro-Zerfall: Wer sind die größten Wackelkandidaten? Esprit kommt operativ voran.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Apple Inc.865985
Allianz840400
Wirecard AG747206
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
thyssenkrupp AG750000
Siemens AG723610