13.12.2012 11:47
Bewerten
 (1)

EZB sieht weiter Risiken für Konjunktur im Euroraum

Stimmung länger getrübt
Die Risiken für die Konjunktur im Euroraum bleiben nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank groß. Ein weiteres Rezessionsjahr steht wohl bevor.
Die schwelende Staatsschuldenkrise in Europa sowie Probleme der USA könnten "die Stimmung möglicherweise länger als derzeit angenommen eintrüben und die Erholung bei privaten Investitionen, Beschäftigung und Konsum weiter verzögern", schreiben die Währungshüter in ihren am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht Dezember.

   Die Währungshüter hatten den Euroraum für 2013 bereits auf ein weiteres Rezessionsjahr eingestimmt. Erst im Laufe des nächsten Jahres sei mit einer allmählichen Erholung zu rechnen, bekräftigte die EZB: "Weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen sowie Fortschritte bei der Reform des europäischen Steuerungsrahmens sollten dazu beitragen, die Stimmung an den Finanzmärkten zu stützen, und dürften die Aussichten für das Wirtschaftswachstum verbessern."

   Als positives Zeichen führte die Notenbank an, dass einige Banken im Euroraum nicht mehr so stark auf Zentralbankgeld angewiesen seien. Die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf die Refinanzierungsbedingungen der Banken hätten sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Dennoch seien die Renditen von Bankschuldverschreibungen in einer Reihe von Ländern nach wie vor erhöht, auch die Kreditgewährung an die nichtfinanziellen privaten Sektoren bleibe verhalten.

    Für eine weitere Verbesserung sei eine einheitliche Bankenaufsicht einer der wichtigsten Bausteine. Nach langem Ringen hatten sich die EU-Finanzminister am frühen Donnerstagmorgen auf eine Bankenaufsicht für den Euroraum mit einer starken EZB ab März 2014 geeinigt.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt klar über 9.000 Punkten -- Dow deutlich im Plus -- Gute Konjunkturdaten in Eurozone -- Daimler-Gewinn zieht an -- GM, Twitter, Credit Suisse, Unilever, FMC, AT&T, Boeing im Fokus

Facebook stellt App für anonyme Chats vor. Karstadt will wohl sechs Häuser schließen. Rhön-Klinikum kommt mit Aktienrückkauf langsam. Ölpreise nach starken US-Daten deutlich gestiegen. US-Fluggesellschaften bleiben im Aufwind. Streit der Verlage mit Google nicht beendet.
Die öffentliche Verschwendung

Die zehn teuersten Aktien der Welt

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?