Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)NewsBilanz/GuVDividende/HVZertifikateDepot/Watchlist
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenSchätzungenTermineOptionsscheinemyHome
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichProfilKnock-OutsSenden/Drucken
OrderbuchRealtime StuttgartFundamentalanalyseRatingInsidertradesFondsInvestmentreport
HistorischRealtime PushmyNewsAusblickim ForumAnleihen
Kaufen
Verkaufen

19.12.2012 09:22

Senden
STRAFE IM LIBOR-SKANDAL

UBS erwartet hohen Verlust

UBS zu myNews hinzufügen Was ist das?


Die Milliarden-Strafe im Libor-Skandal dürfte die UBS im Schlussquartal tief in die roten Zahlen drücken.

Die Schweizer Großbank UBS büßt schwer für ihre tiefe Verwicklung in die Manipulation des Referenzzinses Libor. Das Institut einigte sich mit US-amerikanischen, britischen und Schweizer Behörden auf die Zahlung von rund 1,4 Milliarden Franken (1,15 Mrd Euro), wie es am Mittwoch in Zürich mitteilte. Die Schweizer legen damit deutlich mehr als die britische Großbank Barclays auf den Tisch, um die staatlichen Ermittlungen wegen des Libor-Skandals aus der Welt zu schaffen. Im vierten Quartal fällt unter anderem wegen der Strafe ein hoher Verlust an. Die UBS-Aktie verlor in den ersten Handelsminuten nur leicht an Wert, nachdem bereits in den vergangenen Tagen über eine hohe Strafzahlung spekuliert wurde. In den Vergleichen musste UBS zahlreiche Verstöße öffentlich einräumen. So erklärte sie, dass "bestimmte Mitarbeitende" an dem Versuch beteiligt gewesen wären, die Eingaben für Referenzzinssätze für Gewinne zu manipulieren. Bei einer Tochter in Japan musste sich das Institut sogar offiziell schuldig erklären, "gewisse" Referenzzinssätze "durch Missbrauch elektronischer Kommunikation" manipuliert zu haben.

IN DER FINANZKRISE DATEN GESCHÖNT

Zudem hätten einige Beschäftigte beim Melden der Libor-Daten in der Finanzkrise falsche Angaben gemacht, um vom tatsächlichen Zustand der Finanzbranche abzulenken. Mit den geschönten Daten hätten sie eine "unfaire und negative Markt- und Medieneinschätzung" verhindern wollen, erklärte die Bank. Der Libor entspricht dem durchschnittlichen Zinssatz zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Steigen die Zinsen, ist das ein Zeichen für Misstrauen. Vom Libor, den es für unterschiedliche Währung gibt, hängen Finanzprodukte im Volumen von mehreren hundert Billionen US-Dollar ab.

In das Betrugskartell sollen zahlreiche Großbanken verstrickt sein. Weltweit laufen Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Institute, darunter auch die Deutsche Bank. Die Strafe für die UBS ist die bislang höchste. Sie muss mehr als dreimal so viel wie die britische Bank Barclays bezahlen, die im Sommer als erste eine Strafe von 290 Millionen Pfund (rund 356 Mio Euro) akzeptierte. Daraufhin musste Vorstandschef Bob Diamond gehen. Die Royal Bank of Scotland (RBS) rechnet in Kürze mit einer Bestrafung.

MILLIARDEN-VERLUST ERWARTET

Neben der Milliardenstrafe in Sachen Libor drücken im vierten Quartal Rückstellungen für weitere Rechtsfälle und der Konzernumbau die Bank tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich dürfte ein Fehlbetrag von 2,0 Milliarden Franken bis 2,5 Milliarden stehen. Allein an das US-amerikanische Justizministerium und die US-Handelsaufsichtsbehörde CFTC zahlt die UBS 1,2 Milliarden Franken. Die die britische Finanzaufsicht FSA erhält 160 Millionen Pfund. 59 Millionen Franken gehen an die Schweizer Behörde Finma.

Die Bank betonte, "vollumfänglich" mit den Behörden zusammengearbeitet zu haben. In einigen Bereichen hatte sie sogar Kronzeugenstatus. Vor diesem Hintergrund könnte die hohe Strafe eine bedrohliches Zeichen für andere Banken sein.

"KEIN GEWINN WICHTIGER ALS REPUTATION DER BANK"

"Im Verlauf der Untersuchungen haben wir ein inakzeptables Verhalten von gewissen Mitarbeitenden festgestellt", sagte Vorstandschef Sergio Ermotti. "Wir bedauern dieses unangemessene und unethische Verhalten zutiefst. Kein Gewinn, unabhängig vom Betrag, ist wichtiger als die Reputation der Bank. Wir legen größten Wert auf integres Geschäftsgebaren." Ermotti hatte vor gut einem Jahr Oswald Grübel abgelöst, der nach dem Skandal um einen Zockerverlust von 2,3 Milliarden Dollar im Londoner Investmentbanking seinen Hut nahm.

Zusammen mit dem dem seit Frühjahr amtierenden Verwaltungsratschef Axel Weber, der vor seinem Wechsel in die Privatwirtschaft Präsident der Deutschen Bundesbank war, krempelt Ermotti die UBS um. Er streicht einen großen Teil des Investmentbankings. Die Zahl der Angestellten soll bis 2015 um knapp 10.000 auf 54.000 sinken.

BANKENWELT IM FOKUS

Die Bankenwelt steht generell im Fokus der Ermittler. So musste die britische HSBC wegen des Vorwurfs der Geldwäsche erst vergangene Woche die Rekordsumme von 1,9 Milliarden Dollar in den USA berappen. HSBC-Filialen sollen aus Ländern wie Mexiko, Iran oder Saudi-Arabien Gelder im Milliardenumfang in die USA transferiert haben. Dies habe, so der Vorwurf, Drogenhändlern und Terroristen in die Hände gespielt. Bei der Deutschen Bank sorgte in der vergangenen Woche eine Razzia wegen des Verdachts des Steuerbetrugs beim Handelns mit Luftverschmutzungsrechten für Aufregung.

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Simon Zenger / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
22.04.14
SAP: UBS und Citigroup raten zum Kauf (Der Aktionär)
22.04.14
Deutsche Bank: UBS stuft Aktie ab - Kursziel massiv gesenkt (Der Aktionär)
21.04.14
Apple: Canaccord, Mizuho See FYQ2, Q3 Misses; UBS Tracks Buyback Progress (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
21.04.14
Philippines: A Bright EM Spot, UBS Raises GDP Growth Forecasts (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
19.04.14
Risikobereitschaft auf Rekordhoch (finanzen.net)
17.04.14
UBS Names U.S. Head for Complex Equities Group (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
17.04.14
Taiwan Semi Rising: Q1 Beats; UBS Ups to Buy, $140 Target (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
17.04.14
UBS Burgdorf zügelt in einen Neubau (Finenews.ch)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu UBS AG (N)

mehr
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
15.04.14UBS buyGoldman Sachs Group Inc.
11.04.14UBS buyDeutsche Bank AG
31.03.14UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.14UBS OutperformMacquarie Research
10.03.14UBS overweightMorgan Stanley
15.04.14UBS buyGoldman Sachs Group Inc.
11.04.14UBS buyDeutsche Bank AG
31.03.14UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.14UBS OutperformMacquarie Research
10.03.14UBS overweightMorgan Stanley
05.02.14UBS haltenIndependent Research GmbH
05.02.14UBS haltenExane-BNP Paribas SA
30.01.14UBS haltenCredit Suisse Group
04.12.13UBS haltenIndependent Research GmbH
18.11.13UBS haltenCredit Suisse Group
26.08.13UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.13UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.13UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
28.12.12UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.10.12UBS underperformCheuvreux SA
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen