-->-->
06.02.2013 16:38
Bewerten
 (0)

Mehr Geld: E.ON einigt sich mit Gewerkschaften

Streik abgewendet
Bei E.ON bleibt der angedrohte Streik aus. Man hat sich mit den Gewerkschaften Verdi und IG BCE auf einen neuen Tarifvertrag für rund 30.000 Beschäftigte geeinigt.
Nach Angaben von Verdi sollen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar um 2,8 Prozent steigen.

   Noch in der vergangenen Woche hatten mehr als 90 Prozent der bei E.ON beschäftigten Mitglieder von Verdi und IG BCE in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik votiert. Nun müssen die Gewerkschaftsmitglieder in einer weiteren Urabstimmung über die Annahme des Verhandlungsergebnisses entscheiden. Dies gilt als Formsache.

   Verdi und IG BCE hatten in der Tarifauseinandersetzung mit E.ON zunächst 6,5 Prozent mehr Lohn gefordert. In den Verhandlungen erreichten sie außer der Tariferhöhung um 2,8 Prozent und einer Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro nach eigenen Angaben eine Vereinbarung zur Übernahme von Auszubildenden: Ausbildungsabsolventen des Jahres 2014 würden befristet für 12 Monate übernommen, teilte Verdi mit.

   Bis zum Jahr 2016 soll zudem eine Regelung für neu gegründete Konzerngesellschaften gelten. Die Tarifbindung von Mitarbeitern, die in solche Tochterunternehmen wechseln, wird nach Verdi-Angaben mindestens bis dahin "berücksichtigt". Dem Verhandlungsergebnis hat am Mittwoch die Große Tarifkommission von Verdi und IG BCE zugestimmt. Das Votum der Mitglieder wollen die Gewerkschaften am 21. Februar veröffentlichen.

   Die Tariferhöhung fällt für E.ON in eine schwierige Zeit. Das Unternehmen leidet wie andere Energieversorger unter den Folgen der Energiewende: Während Strom für Verbraucher immer teurer wird, sinken die Großhandelspreise. Gründe dafür sind das jedenfalls zeitweise bestehende Überangebot an Strom aus Erneuerbaren Energien und die derzeit verhaltene Nachfrage in Deutschland sowie den Nachbarländern. Weil Elektrizität etwa aus Windkraft und Sonnenenergie Vorrang bei der Einspeisung hat, sind konventionelle Kraftwerke immer seltener am Netz. E.ON prüft deshalb die Schließung solcher Anlagen. Der Konzern reduziert zudem die Investitionen und will weltweit rund 11.000 Stellen abbauen.

   Auch beim Energieversorger RWE schwelt weiter ein Tarifstreit. In der Auseinandersetzung bei dem E.ON-Konkurrenten geht es allerdings vorrangig um eine Regelung zur Beschäftigungssicherung. Nach Gewerkschaftsangaben hat sich RWE zu Beginn dieser Woche bereit erklärt, den Kündigungsschutz zu verlängern. Verdi und IG BCE kündigten daraufhin an, die zuvor abgebrochenen Gespräche mit dem Arbeitgeber wieder aufzunehmen. Eine Urabstimmung droht bei RWE einstweilen nicht mehr. Das Unternehmen will nach früheren Plänen weltweit rund 8.000 Stellen abbauen. 2.400 Arbeitsplatzstreichungen könnten hinzukommen. Auch RWE ist von den Folgen der Energiewende betroffen.

Die Gehaltserhöhung muss trotz voraussichtlich deutlich geringeren Gewinnen finanziert werden: E.ON hatte seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr Ende Januar auf 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro annähernd halbiert. Der Konzern leidet unter geschrumpften Margen in der Energieerzeugung, der Atomwende und dem weiter hohen Schuldenstand. Einen Streik wollte das Unternehmen nach Ansicht von Beobachtern aber wegen der Kosten und des Imageschadens vermeiden.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 23 AM EST 02-06-13

Bildquellen: E.ON AG

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.08.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
23.08.2016EON SE HoldCommerzbank AG
23.08.2016EON SE overweightJP Morgan Chase & Co.
16.08.2016EON SE NeutralUBS AG
15.08.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
24.08.2016EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
23.08.2016EON SE overweightJP Morgan Chase & Co.
11.08.2016EON SE overweightBarclays Capital
11.08.2016EON SE buyOddo Seydler Bank AG
11.08.2016EON SE overweightJP Morgan Chase & Co.
23.08.2016EON SE HoldCommerzbank AG
16.08.2016EON SE NeutralUBS AG
11.08.2016EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
11.08.2016EON SE HoldCommerzbank AG
10.08.2016EON SE HaltenDZ BANK
15.08.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
20.07.2016EON SE SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.07.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
14.06.2016EON SE SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.06.2016EON SE UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Asiens Börsen uneinheitlich -- Zehntausende Bürger bekommen VW-Krise im eigenen Geldbeutel zu spüren -- STADA-Aufsichtsratschef muss gehen

RWE-Ökostromtochter Innogy kauft Solarfirma .Verkauf von restlicher UniCredit-Beteiligung Pekao rückt offenbar näher. Amazon und Pandora wohl vor Deals für Musik-Abos.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->