PARIS (dpa-AFX) - Die Streiks an Frankreichs Flughäfen gehen unvermindert weiter. Allein die größte französische Fluggesellschaft Air France (
Air France-KLM) musste am Mittwoch rund jede vierte Kurz- und Mittelstreckenverbindung streichen. Bei den Langstreckenflügen lag die Ausfallquote sogar bei 35 Prozent, wie das Unternehmen am Abend mitteilte. Die Zahl der betroffenen Kunden nannte es nicht. Seit dem Beginn der Streiks am Montag hätten allerdings bereits mehr als 170.000 SMS und E-Mails verschickt werden müssen, um Reisende über Verbindungsausfälle oder Verspätungen zu informieren.
Für diesen Donnerstag prognostizierte Air France ähnliche Einschränkungen des Flugverkehrs wie am Mittwoch. Zu den finanziellen Einbußen durch die Flugausfälle machte die Airline bislang keine Angaben.
Die Beschäftigten der Fluggesellschaften und Airports wollen mit den Arbeitsniederlegungen noch bis Donnerstagabend gegen Pläne der Regierung protestieren, das Streikrecht an Flughäfen einzuengen. Demnach sollen Mitarbeiter ihre Aktionen mindestens 48 Stunden vorher bekanntgeben. Wenn der aktuelle Arbeitskampf keine Wirkung zeigt, erwägen die Gewerkschaften einen weiteren Streikaufruf, um das Gesetzesprojekt zu Fall zu bringen./aha/DP/he