11.07.2013 07:35
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US-Notenbank bleibt uneins über Anleihekäufe

US-Notenbank bleibt uneins über Anleihekäufe
Streit bei der Fed
Die US-Notenbank Fed bleibt unverändert gespalten, was die Bewertung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe angeht.
Viele Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses wollen erst weitere Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt sehen, bevor sie die milliardenschweren Anleihekäufe zurückfahren wollen. Einige Mitglieder sehen hingegen schon einen baldigen Ausstieg aus der Geldschwemme als gerechtfertigt an. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (minutes) der letzten Fed-Sitzung vom 18. und 19. Juni hervor. Die US-Notenbank kauft derzeit zur Stützung der Konjunktur monatlich Anleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar. Die Ratsmitglieder, die sich für eine schnelle Rückführung der Anleihekäufe ausgesprochen hatten, argumentierten mit den jüngsten Fortschritten auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt. So habe sich die Arbeitslosigkeit seit vergangenen September verringert und bei der Zahl der Beschäftigten habe es zuletzt einen dauerhaften Zuwachs gegeben. Im September 2012 hatte die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft aufgelegt, allerdings damals nur in einem Volumen von 40 Milliarden Dollar pro Monat. Das Volumen wurde später erhöht.

US-DOLLAR REAGIERT MIT VERLUSTEN

Notenbankchef Ben Bernanke hatte sich im Anschluss an die letzte Fed-Sitzung im Juni auf einer Pressekonferenz erstmals konkret zum Ausstieg aus den milliardenschweren Anleihekäufen der Fed geäußert. Sollten künftige Konjunkturdaten im Großen und Ganzen erwartungsgemäß ausfallen, sei eine erste Reduzierung der Käufe "später in diesem Jahr" möglich, sagte Bernanke. Mit den Aussagen hatte die Fed massive Umschichtungen an den Finanzmärkten ausgelöst.

Zuletzt hatten sich mehrere Fed-Mitglieder große Mühe gegeben, den geplanten Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm zu erklären und dem Markt auf absehbare Zeit niedrige Zinsen zuzusichern. Laut dem Protokoll versicherten die Ratsmitglieder, dass Ausmaß und Geschwindigkeit des Ausstiegs aus dem Anleihekaufprogramm vom Ausblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung abhängig sei.

DOLLAR UNTER DRUCK - WALL STREET PROFITIERT NUR KURZZEITIG

An den Devisenmärkten reagierte der US-Dollar mit Kursverlusten auf das Notenbank-Protokoll und im Gegenzug sprang der Kurs des Euro deutlich über die Marke von 1,29 US-Dollar. An der New Yorker Börse reagierte der Dow Jones zunächst mit Gewinnen, drehte dann aber wieder ins Minus./jkr/he

WASHINGTON (dpa-AFX) -

Bildquellen: Sascha Burkard / Shutterstock.com
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