25.02.2013 00:05
Bewerten
(1)

Strompreise steigern Interesse an Energie-Checks

DRUCKEN
    BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der gestiegenen Strompreise erfreuen sich Energieberatungen in Privatwohnungen zunehmender Beliebtheit. "Seit Oktober hat es 10 000 sogenannte Energie-Checks gegeben", sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband, Holger Krawinkel, der Deutschen Presse-Agentur. Je nach Umfang kostet die Suche nach Energiefressern 10, 20 oder 30 Euro. Dabei können auch die Heizungskessel überprüft werden. "Gerade bei der Beleuchtung gibt es ein hohes Einsparpotenzial, ebenso wenn der Stand-by-Betrieb unterbrochen wird", sagte Krawinkel. Zum Jahresbeginn waren die Strompreise um durchschnittlich zwölf Prozent gestiegen.

    Neben diesen Energieberatungen gibt es noch den Stromspar-Check der Caritas, bei dem in einkommensschwachen Haushalten umsonst Sparlampen und abschaltbare Steckerleisten eingebaut werden. Auch hier steigt die Zahl. "Insgesamt wurden bisher knapp 89 000 Checks durchgeführt", sagte Volker Gustedt von der Berliner Energieagentur, die das Projekt mitbetreut. Die Stromeinsparung betrage im Schnitt knapp 400 Kilowattstunden pro Jahr und damit rund 110 Euro.

    Allerdings werden die Programme aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung bezuschusst. Da wegen des Preisverfalls im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten ein Milliardenloch droht, steht die Finanzierung auf wackligen Beinen. Laut "Spiegel" rechnet das Bundesfinanzministerium momentan mit einem wöchentlichen Fehlbetrag von rund 30 Millionen Euro im staatlichen Energie- und Klimafonds. Fürs laufende Jahr seien demnach Mindereinnahmen von mehr als 1,2 Milliarden Euro zu erwarten, bis 2017 könnten sich die Ausfälle auf rund acht Milliarden Euro erhöhen.

    Die Regierung will durch ein Maßnahmenpaket einen weiteren Anstieg der im Strompreis enthaltenen Kosten für die Ökostrom-Förderung verhindern. Bis zu einem Spitzentreffen von Bund und Ländern am 21. März im Kanzleramt soll eine Einigung stehen. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil warf Umweltminister Peter Altmaier (CDU) in einem dpa-Gespräch Versagen vor. Allerdings gibt es auch im rot-grünen Lager keine Einigkeit.

    SPD-Chef Sigmar Gabriel hält die von den Grünen geforderte Reduzierung der Industrierabatte "nicht für realistisch", wie er der "Frankfurter Rundschau" (Samstag) sagte. Stattdessen schlug Gabriel erneut vor, die mit dem steigenden Strompreis ebenfalls wachsenden Mehrwertsteuereinnahmen an die Verbraucher zurückzugeben. So könnten die ersten 500 oder 1000 Kilowattstunden je Haushalt von der Stromsteuer befreit werden.

    Krawinkel betonte, dass das Einsparpotenzial endlich sei. "Es ist eine Frage der Zeit, bis effiziente Geräte auch den letzten Röhrenfernseher verdrängt haben." Zudem gehe insgesamt der Stromverbrauch nicht wirklich zurück, weil neue Geräte - etwa der Unterhaltungselektronik - hinzukommen und zum Beispiel größere Kühlschränke gekauft werden. "Das ist zwar alles richtig, aber eine grundlegende Änderung ist erstmal nicht zu erkennen."/ir/DP/he

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt trotz schwachem Euro kaum bewegt -- Dow stabil -- Robert Shiller warnt vor dem Bärenmarkt -- Apple iPhone 6 so günstig wie nie -- Commerzbank, thyssenkrupp, Amazon, Tesla im Fokus

Axovant Sciences-Aktie verliert rekordverdächtige 70 Prozent. adidas-Aktie rutscht nach Korruptionsvorwürfen tief. Gold-Experte: "Der Bitcoin ist Müll!". Rovio-Börsengang: Neue Aktien zum Höchstpreis. Analysten sehen Kupferglanz bei Aurubis eingetrübt.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union. Hätten Sie sich einen neuen Kanzler gewünscht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Deutsche Telekom AG555750
AlibabaA117ME
E.ON SEENAG99
Amazon906866
EVOTEC AG566480
Allianz840400