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15.07.2012 14:47

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Studie: Ausländische Investoren fliegen auf Nordrhein-Westfalen


    BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Internationale Investoren zieht es einer Studie zufolge vor allem nach Nordrhein-Westfalen. 155 Projekte gab es im vergangenen Jahr an Rhein und Ruhr, beliebtester Standort war Düsseldorf. Das geht aus einer Erhebung der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young hervor, die der "Welt am Sonntag" vorliegt. Platz zwei belegt Baden-Württemberg, dahinter folgen Hessen, Bayern und Berlin.

 

    Zur Summe der jeweiligen Investitionen sagt die Studie nichts. Die vielen Ansiedlungen - 2011 stieg ihre Zahl um sieben Prozent - machten sich aber auf dem Arbeitsmarkt in handfesten Zahlen bemerkbar. 17.276 Stellen sind demnach durch Auslandsinvestitionen entstanden. Mit 4.550 entfällt rund ein Viertel davon auf NRW, Berlin kommt auf knapp 2.000 neue Arbeitsplätze, in Baden-Württemberg und Sachsen waren es jeweils rund 1.800.

 

    "NRW ist ein starker Wirtschaftsstandort mit guter Infrastruktur und einem großen Arbeitskräftepotenzial", sagte Studienautor Peter Englisch der Zeitung. Die rheinischen Metropolen Düsseldorf und Köln gehören mit ihrem Umland dementsprechend beide zu den Top-5-Investitionsstandorten in Deutschland. Düsseldorf als bundesweite Nummer eins konnte mit 52 sogar fast doppelt so viele Projekte auf sich vereinen wie Stuttgart oder Hamburg. Allein Frankfurt und Berlin bewegen sich in ähnlichen Dimensionen.

 

    Besonders beliebt ist NRW der Studie zufolge bei chinesischen Firmen. Schweizer Investoren hingegen bevorzugen das benachbarte Baden-Württemberg, Briten gehen besonders gerne nach Berlin. Die Hauptstadt schneide im Ranking vorwiegend bei Investoren ohne vorherige Deutschland-Erfahrung gut ab, hieß es. Von den Befragten, die schon im Land aktiv sind, können sich gerade noch zwei Prozent eine Ansiedlung in Berlin vorstellen.

 

    "Es fehlt dort an Wirtschaftsorientierung und Unterstützung für die Investoren", sagte Englisch. Außerdem tue sich Berlin schwer mit der nötigen Infrastruktur, wie die verschobene Eröffnung des Großflughafens wieder gezeigt habe: "Das führt zu Frustration bei den Investoren."

 

    So bleibt Berlin vor allem ein Standort für die Kreativwirtschaft. Das produzierende Gewerbe hingegen zieht es der Studie zufolge vor allem nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die 2011 zusammen gut die Hälfte der 597 ausländischen Investitionsprojekte auf sich vereinen konnten./mb/DP/stb

 

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