05.11.2012 14:45
Bewerten
(0)

Studie: Autorabatte steigen weiter

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Rabatte auf dem deutschen Automarkt steigen einer Analyse zufolge ungebremst weiter. Im Oktober hätten die durchschnittlich gebotenen Kundenvorteile den Rekordwert von 13,6 Prozent erreicht, heißt es in einer Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen, die der dpa vorliegt. Die Entwicklung zeige, dass der deutsche Automarkt in der Rezession sei. Ohne Rabatte gehe nichts.

 

    Der Autoabsatz in Deutschland war auch im Oktober nicht richtig in Fahrt gekommen. Zwar zog die Zahl der Neuzulassungen leicht an, in den ersten zehn Monaten lag der Wert aber deutlich unter dem Vorjahresniveau. VDA-Präsident Matthias Wissmann sprach von einer Zurückhaltung auf dem Markt, Privatkunden seien wegen der anhaltenden Euro-Schuldenkrise verunsichert. EU-weit ist die Lage aber weitaus schwieriger, vor allem in den Krisenstaaten wie Spanien oder Italien, aber auch in Frankreich liegt der Markt am Boden. Die Folge sind teure Überkapazitäten.

 

    Vor diesem Hintergrund haben sich die Rabatte laut der Analysen Dudenhöffers seit Monaten erhöht, auf Kosten der Margen. In der Kritik steht vor allem Marktführer Volkswagen (Volkswagen vz). So hatte Fiat-Chef Sergio Marchionne VW vorgeworfen, ein "Blutbad" bei den Margen anzurichten. Indem die Wolfsburger aggressive Rabatte gewährten, nutzten sie die Krise, um Marktanteile zu gewinnen. VW hatte die Kritik zurückgewiesen. Vor kurzem dann hatten Fiat und VW ihren Streit beigelegt. Der Disput um die jeweils eigene Rabattstrategie gehöre der Vergangenheit an.

 

    Dem VW-Konzern mit seiner breiten Modellpalette und seiner internationalen Aufstellung geht es derzeit vergleichsweise gut, während Hersteller wie PSA oder Opel in der Krise stecken - sie sind vom europäischen Markt abhängig.

 

    Wie es in der neuen Analyse Dudenhöffers heißt, sind im Oktober aber auch die Händler-Rabatte beim Marktführer VW weiter gestiegen. Rabatte von 19 Prozent auf den Polo oder 18 Prozent auf den Tiguan seien "deutliche Zeichen", dass auch VW Händlerprämien zur Absatzankurbelung einsetzte. Die Nachlässe auf den neuen Golf 7 blieben laut Studie mit 18 Prozent nahezu unverändert zum Vormonat.

 

    Ein VW-Sprecher betonte am Montag in Wolfsburg, der Autobauer betrachte die Untersuchung als nicht wissenschaftlich und nicht seriös. Dudenhöffer betrachte regional operierende Händler und schließe auf bundesweite Angebote, dies aber sei falsch. VW sei kein Treiber der Rabatte, bekräftigte der Sprecher.

 

    Erst vor kurzem hatte VW Dudenhöffer kritisiert. Hintergrund: Der Autohändler Burkhard Weller hatte Dudenhöffer "Rabattschleuderei" vorgeworfen und seine Angaben zu hohen Rabatten in Zweifel gezogen. Dies schädige die Branche massiv. Volkswagen hatte den Vorstoß Wellers begrüßt, VW schließe sich der Kritik "voll und ganz" an.

 

    Dudenhöffer wiederum hatte gekontert und VW "Scheinheiligkeit" vorgeworfen. Volkswagen greife "aggressiv" in den Wettbewerb mit Prämienprogrammen ein. Zur Analyse der Rabattsituation im deutschen Automarkt würden monatlich mehrere tausend Datensätze herangezogen./hoe/DP/stk

 

Anzeige

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
    1
  • Alle
    3
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.06.2017Daimler OutperformBernstein Research
14.06.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
14.06.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
13.06.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.06.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
19.06.2017Daimler OutperformBernstein Research
14.06.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
12.06.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
12.06.2017Daimler OutperformBernstein Research
26.05.2017Daimler OutperformBernstein Research
14.06.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
12.06.2017Daimler HoldHSBC
08.06.2017Daimler HoldKepler Cheuvreux
24.05.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
24.05.2017Daimler NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.06.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.04.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
27.04.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
18.04.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
07.04.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX etwas leichter -- Tesla plant erstes Werk in China -- Allianz streicht Hunderte Stellen -- Irland nimmt bei IPO von AIB bis zu 3,4 Milliarden ein -- Volkswagen, Pfeiffer Vacuum im Fokus

Salzgitter-Aktie nähert sich nach Commerzbank-Empfehlung Jahreshoch. Toshiba will Finanzbericht später vorlegen. Citi-Kaufempfehlung treibt Commerzbank an. EU nimmt Facebook und Co wegen Terror-Aufrufen ins Visier. Streik in VW-Werk in Slowakei geht weiter. Trump will aus der Mauer zu Mexiko eine "Solarmauer" machen.

Top-Rankings

KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
E.ON SEENAG99
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
AURELIUSA0JK2A
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
thyssenkrupp AG750000