Studie: Deutsche Unternehmen haken Krise in puncto Zahlungsmoral ab
Wichtig sei für deutsche Unternehmen jetzt, den Schwung der Weltwirtschaft mitzunehmen und daraus ein langfristig tragfähiges Wachstum zu generieren, sagte Dold. "Dabei sollten sie jedoch die hinter uns liegende Krise nicht vergessen und vor allem aus ihr lernen." Derzeit bestehe die Gefahr, dass das Abarbeiten des operativen Tagesgeschäfts langfristig ausgelegte Projekte - beispielsweise im Risikomanagement - in den Hintergrund dränge. "Die Verantwortlichen sollten es nicht versäumen, das in der Krise aufgedeckte Verbesserungspotenzial auch umzusetzen."
Der D&B-Zahlungsindex legte im August auf 83,22 (Juli: 82,73) Prozent zu. Seit dem Tiefpunkt des Zahlungsindex im Mai 2009 verbesserte sich die Lage deutlich. Der Index sagt aus, dass im August etwas mehr als 83 Prozent der Unternehmen fristgerecht bezahlten. Von den in Deutschland rund 4,5 Millionen aktiven Unternehmen zahlten damit der Studie zufolge rund 225.000 Firmen mehr als vor einem Jahr ihre Rechnungen pünktlich. Der Indikator wird seit Anfang des vergangenen Jahres auf Monatsbasis veröffentlicht und fiel von Januar bis Mai 2009 deutlich - seit Juni des vergangenen Jahres erholt er sich allerdings wieder.
D&B Deutschland gehört zur Bisnode-Gruppe und zum weltweiten D&B-Netzwerk. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. D&B erstellt auf Basis von 600 Millionen Rechnungen und Auswertung von Daten von mehr als 700.000 deutschen Firmen eine regelmäßige Studie zur Zahlungsmoral. Weltweit wertet D&B mehr als 20 Milliarden Rechnungen aus./zb/dct/tw


